uund meinen eigenen Bewegungen geſagt, daß ich mich faſt ſchäme, auf das Capitel meiner Landreiſe und An⸗ kunft hier einzugehen. Da jedoch unſere Correſpondenz von jetzt an ununterbrochen geführt werden ſoll, iſt es vielleicht eben ſo gut, dieſen Bericht auf meinen näch⸗ ſten Brief zu verſchieben. Du ſollſt nicht lange auf ſeine Ankunft warten.
Dreißigſter Brief. Die Fürſtin Gallitzin an die Baronin von Rehfeld.
Sie werden anfangen, begierig zu werden, theure Madame, die Einzelnheiten unſeres Empfanges bei
Hof zu vernehmen. Meinem Wunſche gemäß benach⸗
richtigte Sie Mademoiſelle Thereſe Moreau von unſe⸗ rer glücklichen Ankunft hier, und meldete Ihnen die an⸗ genehmen Briefe, welche mich hier erwarteten. Der Courier, der ſie brachte, kam vor dem Ende unſerer, einige Tage über die gewöhnliche Zeit verlängerten Reiſe hier an.
Den Vorſchlag meines Vaters, eine Nacht auf Schloß Rehfeld zuzubringen, konnte ich nicht befolgen,
weil es für uns einen unnöthigen Umweg von dreißig
Meilen herbeigeführt haben würde, und weil ich über⸗ dies kein Vergnügen darin finden konnte, einen Ort
während der Abweſenheit meiner Familie zu beſuchen,
den ich wahrſcheinlich, ja faſt beſtimmt, nie wieder⸗ ſehen werde.
Haben Sie die Güte, dieſes meinem Vater mit⸗ zutheilen, gegen den es der Fürſt in ſeinem Briefe ver⸗ geſſen haben möchte, welchen er ſoeben an ihn ſchreibt, um ihm ſolche Nachrichten mitzutheilen, wie er ſie


