Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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keine Perſon, welche einen Mangel darin entdecken könnte, finden. Hier, in nicht großer Entfernung von dem erwähnten Morgenzimmer, wurde mir von dem maréchal de logis ein kleines ſchönes Zimmerchen angewieſen, von wo aus ich den Garten überſehen, und durch eine porte dérobée in Ida's Ankleidezim⸗

mer gelangen kann. Ich genieße ſchon im Voraus die

Erneuerung unſerer Geſpräche, wie vor alten Zeiten. Als demoiselle de compagnie der Geſandtin ange⸗ ſtellt, wird mir das Glück zu Theil werden, ſie in jener Etikette der großen Welt zu unterrichten, mit der mich das Hotel de Choiſy vertraut machte. 3

Welch' eine Beſtimmung für meine geliebte Ida! Paris in ſeiner reizenden Geſtalt, Paris ohne die An⸗ ſprüche einer Familie, Paris mit einem fürſtlichen Haushalte, der bloß auf ſeine Hexrin wartet, damit fie ihren Platz am Steuerruder einnehme.

Jetzt, meine theuerſte Lady Elvinston, da die Prüfung überſtanden iſt, darf ich Ihnen geſtehen, daß Schloß Rehfeld, welches ich beſtändig als einen Ort der Buße betrachtete, dieſen Winter hindurch kaum zu ertragen war. Der würdige Paſtor, die gute Sara find Weſen aus einer mir unbekannten Sphäre, und nachdem ſie gewagt hatten, Fehler an Ida zu ent⸗ decken, und die Art, auf welche ſie ſich von ihnen trennte, und die Weisheit, mit der ſie ſich in ihr un⸗ vermeidliches Schickſal fügte, zu tadeln, zog ich vor, mich in gänzlicher Einſamkeit einzuſperren und mich bloß durch die Ankunft Ihrer reizenden Briefchen zu erfreuen, ſtatt mich mit der fruchtloſen Vertheidigung desjenigen abzumühen, was nach meiner Meinung keiner Entſchuldigung bedurfte.

Ich würde nicht von meinen Leiden geſprochen haben, wenn es nicht in der Abſicht geſchehen wäre, Sie meine Freude vollkommen fühlen zu laſſen, mich wieder in Paris zu ſehen, wo ich die Maiſonne eines Climas genießen kann, deſſen Winter viel lieblicher,