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ihren Antheil bei der Begebenheit des Tages; und bei dieſer Gelegenheit ſah ich die Trauungsceremonie in⸗ nerhalb ein Paar Stunden; ich fuhite mich zuletzt ſo betäubt und ſchlaftrunken daß ich mich beinahe fragte, ob ich nicht der geſetzliche Gemahl j ner muntern Wittwe ſei— Du erinnerſt Dich vielleicht, ſie in Pa⸗ ris geſehen zu haben— der Fürſtin W.— weiche mir Dahern der ganzen Vorſtellung des Schauſpiels zur Laſt fiel.
Laß mich über die engliſchen und lutheriſchen Ce⸗ remon en(Religionen im Nacht⸗ oder Hauskleide) hinweggehen, die ſo einfach find, wie die reformirte Kirche, deren Doctrinen behaupten, das in ſich ſelbſt zu haben, was alles Gepränge übertreffe.
Bloß die beiden alten Kirchen des Chriſtenthums, die griechiſche und die römiſche, wetteiferten um den Pomp und die Eitelkeit des Tages, und indem ich Dich bitte, meinen Brief der Madame Vaudreuil nicht ein⸗ zuhändigen, welche mich dem Abbé verrathen und viel⸗ leicht meine Ausſchließung aus der Kirche bewerkſtelli⸗ gen wurde, muß ich bekennen, daß meine frühern Mei⸗ nungen, ſich bei dieſer Gelegenheit beſtätigen, daß ich mich von der größern Feierlichkeit der Ceremonien der patriarchaliſchen Kirche vollkommen überzeugte.
Man kann nichts Ehrfurchtgebietenderes finden, nach meiner Meinung wenigſtens, als die Feierlichkeit des griechiſchen Gottesdienſtes. Die herabwallenden Bärte der Prieſter— ihre ſonoren Stimmen— das Geheimnißvolle des innern Heiligthums, ſcheinen eine Art von hebräiſcher Antiquität neben den Lehren des chriſtlichen Glaubens hervorzubringen.
Nach dem Wunſche des Kaiſers wurde dieſer Theil der Ceremonie, der einzige, bei dem er gegenwäaͤrtig war, in der Kirche von St Peter und St. Paul in⸗ nerhalb der Citadelle vollzogen, die, wie Du weißt, auf einer Inſel dem Winterpalaſte gegenüber liegt. Da ich kein Sucher oder Seher von Aus⸗ und An⸗


