Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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Schweſtern handelte, indem er ſie in den Stand ſetzte, nach ihren Neigungen zu heirathen, und ſich treue Freunde in ſeinen Schwägern erwarb.

Durch ſolch' großmüthige Handlungen erwarb er ſich die Liebe Vieler.— Habe ich Unrecht, auf den Beſitz eines ſolchen Herzens ſtolz zu ſein?

Dieſe Andeutungen, meine liebe, gütige Freun⸗ din, bringen mich auf einen Punkt, welchen ich Ih⸗ nen, mit allen unſern Familiengeheimniſſen bekannt, mitzutheilen wage. Sie wiſſen(denn Ida ſagt mir, ſie habe kein Geheimniß vor Ihnen) wie widerſtrebend ich meine Einwilligung zu meiner gegenwärtigen Ver⸗ bindung gab, und daß mich nichts, als die Nothwendigkeit, meinen Bruder aus ſeiner Verlegenheit zu retten, da⸗ zu beſtimmen konnte. Es war damals mein Troſt, mein einziger Troſt in einem Leiden, welches meine mädchenhafte Unerfahrenheit für unerträglich hielt, zu fühlen, daß meine Selbſtaufopferung die Wohlfahrt meines einzigen Bruders ſicherte. So wenig können wir die Plane der Vorſehung begreifen. Ich bin jetzt zufrieden— dankbar— glücklich; während Alexis, wie ich fürchte, für ſein ganzes Leben elend gemacht iſt! die Munterkeit, welche er in unſerer Gegenwart zeigt, iſt gänzlich erzwungen. Aus dem ängſtlichen Beſtreben, mit dem er meinen Vetter von unſerer Ge⸗ ſellſchaft zu entfernen ſucht, wann es immer in ſeiner Macht ſteht, ſchließe ich, daß er die Schonungsloſig⸗ keit Alfred's de Vaudreuil fürchtet, mit welcher der⸗ felbe jeden Augenblick ſeine leidenſchaftliche Bewunde⸗ rung für Ida lächerlich zu machen droht.

Alexis iſt ſo ungeſtim— ſo ganz entgegengeſetzt unſerm kraftloſen Paris, wo tief zu fühlen, oder we⸗ nigſtens ein tiefes Gefühl zu zeigen, für Gemeinheit gehalten wird, daß Sie ſich keinen Begriff von ſeinem Charakter machen können. Erſtens glaubt er, meine Stiefſchweſter ſei ein Opfer des Ehrgeizes Anderer. Er hat ſich in den Kopf geſetzt, daß meine Mutter,