Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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mit eben ſo viel Poeſie in ſeiner Seele, hat zugleich auch ſo viel geſunden Verſtand, um dieſelbe auf ſeine Berge und diejenige zu beſchränken, deren Geſellſchaft ihren Reiz erhöhen wird; er behauptet in unſern Zir⸗ keln bloß ein ſehr gemäßigtes Betragen und vernünf⸗ tige Anſichten.

Ich bin über die verſchiedenen Engländer entzückt, mit denen ich durch meine Verlobung bekannt wurde. Warum hielt ich ſie in Paris immer für zurückhal⸗ tend und kalt?

Niemals ſah ich würdevollere Sitten, verbunden mit wahrer Herzlichkeit. Ich kann unmöglich glauben, daß die Familie des engliſchen Geſandten mich bei un⸗ ſerer erſten Begegnung liebte; aber ich ſah, wie auf⸗ richtig ſie die Verlegenheit meiner Lage bemitleideten, als wir Alle dort ſpeisten, und daß ſie entſchloſſen waren, mich wieder zu beruhigen, indem ſie mich für einige Zeit ganz mir ſelbſt überließen, um mich voll⸗ ſtändig wieder zu ſammeln. Gewiß iſt dies ein Zei⸗ chen beſſerer Erziehung, als die allzugroße Vertrau⸗ ichkeit der Ruſſen und die übertriebene Höflichkeit der Franzoſen.

Ich geſtehe, daß ſie vielleicht mein Herz durch Lobſprüche über Elvinston gewannen. Sie ſprachen von ihm, wie von einem Sohn, Bruder, Freund; in allen dieſen Beziehungen habe ich keine Mittel, für mich ſelbſt ein Urtheil zu fällen. Er iſt, wie es ſcheint(ſo ſagt er mir wenigſtens), wild und aus⸗ ſchweifend geweſen, und hält dies für ein Verdienſt bei einem Manne, der im Begriffe iſt, zu heirathen. Da er die Becher des Vergnügens gekoſtet hat, und Eckel und Bitterkeit auf jenem Wege fand, iſt es nicht wahrſcheinlich, daß er ihn auf's Neue betreten wird. All' das Böſe, was man von ihm lernen kann, höre ich von ihm ſelbſt; von Andern vernehme ich jedoch die wohlthätigen Verbeſſerungen, die er auf ſeinen Gütern vornahm, und wie freigebig er gegen ſeine