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Erloff war ein rauher Soldat, der in Alexander's Feldzügen gleich einem Löwen focht, und ſeinen Kin⸗ dern nicht viel mehr, als ſeinen mit Ehren getragenen Degen hinterließ. Ich entſchuldige die bittern Gefühle, mit welchen der Sohn eines ſolchen Veteranen ſeine Wittwe ihre verwelkte Hand und die Aufſicht ihrer Fa⸗ milie einem Fremden hingeben ſah; und er kam hieher, voll Haß gegen den Namen Rehfeld, und dies um ſo mehr, als er wußte, daß er vor Kurzem dem ſelbſt Unehre gemacht habe, deſſen Andenken ihm ſo heilig war, in⸗ dem er auf eine Art ſpielte, die ſogar die Erfahren⸗ ſten in dem ruſſiſchen Leichtſinne des Spiels für albern erklärten.—
Und die Blicke der Lilie von Rehfeld ſollten ſein wildes Herz gezähmt, und ihr Lächeln ſollte dieſe feſten Entſchlüſſe über den Haufen geworfen haben?— Sie können ſich kaum einen Begriff von dem wilden Tu⸗ multe ſeiner unbeherrſchten Gefühle machen, oder die vollkommene Unbewußtheit ſich denken, mit welcher Ida, ſonſt ſo ſcharffichtig in Hinſicht ihrer Bewunderer, das Uebel durch ihre Freundlichkeit vermehrte, die ſie ihm auf die dringenden Bitten der Baronin erwies, einen widerſtrebenden Verwandten zu gewinnen, damit ſeine Wildheit ihrem Vater keine Kränkung verurſache. Bald nach ſeiner Ankunft vereinigte ſie ſich mit Marguerite, ihn zu verzärteln, als wäre er ihr eigener Bruder. Ich habe geſehen, wie ſie ihm die Wildheit des Bären durch Geſang zu vertreiben ſuchte, wie ſie ſie aus ihm heraus tanzte und aus ihm heraus lächelte. Kurz, wie
e alle jene reizenden Koketterien ihres Geſchlechtes übte, die einem Manne nichts mehr übrig laſſen, als ſich zu ihren Füßen zu werfen.
Alexis ging dieſen Weg nicht geradezu; aber der Kampf ſeiner Gefühle war ſo gewaltig, daß ich ver⸗ muthe, wenn das vier bis fünf Fuß dicke Eis, welches die Neva gegen jeden Eindringling ſicherte, nicht ge⸗ weſen wäre, ſo würde er die entgegengeſetzten Einge⸗


