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handelt. Da fie nicht zu viel wagte, iſt ihr Alles ge⸗ lungen, was ſie verſuchte.
Der Kaiſer iſt äußerſt gnädig gegen ſie. Sie ſteht auf dem Punkte, einer vermögensloſen Tochter und einer großen Laſt los zu werden; dann wird ſie Zeit haben, ſich der Ordnung der Angelegenheiten ihres Sohnes zu widmen, welchen ſie, unter uns geſagt, in Folge ihres eigenen Zahlungsvermögens nicht im Ge⸗ ringſten im Stande war, aus ſeiner Verlegenheit zu retten.
Den Einfluß, welchen dieſe Familienereigniſſe auf Alexis haben, oder haben werden, bin ich zu beſchrei⸗ ben nicht fähig. Er iſt ein äußerſt wilder, verwege⸗ ner und leichtſinniger Menſch; extrem im Guten, wie im Böſen, indem er alle thörichten und übeln Dinge treibt, das heißt: hohes Spiel, verzweifeltes Reiten und Trinken, wie ein Wahnſinniger; ein Windbeutel in Gedanken, Worten und Werken; jedoch mit ſo ju⸗ gendlichen Gefühlen und ſo lebhaftem Geiſte, daß er, trotz der Vorurtheile, die er gegen die ganze Rehfeld⸗ ſche Familie mit hierher brachte, noch keine 48 Stun⸗
den in Petersburg war, und ſich ſchon in die Lilie
wie ein Wahnſinniger verliebte!— Anfangs glaubte ich, die große Bewunderung, welche er ihr zollte, ſei
blos ein Zug ſeiner Hofgeſinnungen, und ich wähnte
ihn im Beſitze eines Taktes, der der Mutter würdig ſei, die ihn geboren. Aber ich ſah meinen Irrthum bald ein, und nicht nur meinen Irrthum, ſondern auch, daß ein Rückfall oder die Erklärung dieſes Irrthums mein koſtbares Leben wahrſcheinlich den Gefahren eines Duells mit meinem mißtrauiſchen, aber geliebten Vet⸗ ter ausſetzen würde.
Man kann ſich keinen ſeltſameren Kampf denken, als den zwiſchen der wachſenden Leidenſchaft ſeiner un⸗ geſtümen Seele, und ſeinem Vorſatze, den Wilden ge⸗ gen den Familienſtamm und Zweig ſeines neuen Stief⸗ vaters zu ſpielen. Es ſcheint, der verſtorbene Graf
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