Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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de Vaudreuil zu beſchränken, um der Baronin die Mitwirkung eines zu liſtigen Gehülfen zu rauben.

Die Morgendämmerung, beſte Freundin, brachte meinen raſchen Entſchlüſſen all' die Kühle, welche aus dem weltlichen Einfluſſe der Gewohnheiten des täg⸗ lichen Lebens hervorgeht. Ich zitterte bei dem Ge⸗ danken, eine Audienz bei meinem Vater zu verlangen, welche zu Erklärungen führen mußte, die geeignet wa⸗ ren, ſeinen häuslichen Frieden zu ſtören. Die Binde von ſeinen Augen zu nehmen, da ich ihn in ſeiner Un⸗ wiſſenheit glücklich wußte, war ſchwerlich ein Geſchäft für ſeine Tochter.

Auf der andern Seite ſchien es mir wieder un⸗ verzeihlich von mir, ihn blind und vertrauensvoll den Händen derer zu überlaſſen, denen ſein Glück ſo wenig am Herzen lag;— und als ich mich endlich an meine Morgenbeſchäftigungen machte, konnte ich, da ich Mar⸗ guerite mit Lord Elvinston und ihrer Mutter ausge⸗ gangen wußte, um der Familie ihres verſtorbenen Vaters einige ceremoniöſe Beſuche abzuſtatten, meine

Ungeduld bei dem Bewußtſein des geheimnißvollen Ein⸗

fluſſes, dem wir alle unterworfen ſind, und meiner Unfähigkeit ihm entgegen zu wirken, kaum bemeiſtern.

Denn, um die Wahrheit zu geſtehen, ich ſchrieb nicht nur Marguerite's Heirath, ſondern auch die Pro⸗ jekte für die meinige der kaltblütigen und unergründ⸗ lichen Politik Alfreds de Vaudreutil's zu.

Kaum hatte ich mich jedoch an meinen Schreib⸗ tiſch geſetzt und verſucht, meine Grillen mit dem Stu⸗ dium der ruſſiſchen Sprache zu verſcheuchen, für die mich zu intereſſiren ich mir ſeit einiger Zeit alle er⸗

denkliche Mühe gegeben habe, als ich von Auguſt von

Collin förmlich aufgefordert wurde, vor meinem Vater zu erſcheinen. Ich konnte mich über die ehrfurchts⸗ volle Weiſe, mit der der arme Auguſt ſeine Botſchaft überbrachte und Eile empfahl, da der„Herr Baron warte,“ eines Lichelns nicht erwehren.