Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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dieſe Entdeckungen reichten hin, mich für das Gegen⸗ theil zu ſtimmen; die Plane dieſes herzloſen Weibes zu vereiteln, war jetzt mein Hauptſtreben. Ich klagte ihre franzöſiſche Abkunft, ihr Vaudreuil's Blut an. Alle Bruchſtücke, welche ich jemals von Wilhelm von Rehfeld gehört hatte(und Sie werden ſich noch recht gut ſeiner nationellen Abneigung gegen das Volk er⸗ innern, das Sie mich in Ihrer Perſon zu lieben ge⸗ lehrt haben!) und Alles, was ich in den patriotiſchen Diatriben meines Landes geleſen hatte, kam mir wie⸗ der ins Gedächtniß. Ich ſchalt ſie im Geiſte das hin⸗ terliſtigſte Weib, und entſchlief mit dem freudigen Ge⸗ danken, daß es in meiner Macht ſtehe, wenigſtens in einem Punkte ihr künſtliches Gebäude anzugreifen. Sie mochte mit dem Erbtheile ihres Sohnes, und dem Schickſale ihrer Tochter ſpielen, doch nie mit dem der Ida von Rehfeld.

Sie werden ſich denken können, Sie, die meinen ungeſtümen Charakter kennen, wie groß meine Ent⸗ rüſtung war, als ich mich gleich einer todten Puppe von den Ränken dieſes Weibes umgarnt ſah. Ich habe lange an der Wahrheit gezweifelt, daß mein Va⸗ ter bei ſeiner Heirath überliſtet worden ſei; aber die Achtung, welche mir die Baronin unſtreitig erwieſen hat, veranlaßte mich zu hoffen, daß ſie meine Fähig⸗ keiten ſo weit anerkenne, um mich eher zu einer ver⸗ nünftigen Gehülfin zu machen, ſtatt mich gleich einer Thörin zu hintergehen.

Ich entſchloß mich, eine Zuſammenkunft mit mei⸗ nem Vater am nächſten Tage zu ſuchen, ohne jedoch Marguerite's Geheimniſſe zu verrathen, oder ſeinen Neffen ſeiner Unzufriedenheit auszuſetzen, was der Fall geweſen wäre, hätte er Wilhelm von Rehfeld ſo ver⸗ traut mit unſerm häuslichen Zirkel gewußt, daß er im Stande ſei, das Glück der herannahenden Verbin⸗ dung ſeiner Stieftochter zu zerſtören. Ja, ich beab⸗ ſichtigte ſogar, ihn zu bitten, die Vertraulichkeit Alfreds