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Gedanke an eine Verbindung zwiſchen uns gehegt wird?“ 3
„Vollkommen. Wilhelms Ankunft hat tauſend Familien⸗Geheimniſſe an das Tageslicht gebracht. Seine Erklärungen gegen Deinen Vater haben ihm das Geſtändniß abgelockt, daß Deine Verbindung mit dem Fürſten Gallitzin bloß Deiner und des Kaiſers Einwilligung noch bedürfe. Alle Vorkehrungen ſind getroffen und die Kaiſerliche Familie iſt vollkommen zufrieden damit.“
Obgleich gekränkt, daß eine für mein Glück ſo
wichtige Nachricht mir indirect mitgetheilt werden ſollte, und daß auf meine Wahl in der Sache ſo wenig Rück⸗ ſicht genommen worden zu ſein ſchien, konnte ich doch nicht unterlaſſen, mich über die Unvorſichtigkeit meiner Stiefſchweſter zu freuen, welche mich ermahnte, ich ſolle auf meiner Hut ſein, wenn immer es meinem Vater gefallen würde, mich mit allen den Verbindungen ver⸗ traut zu machen, auf die er in meinem Namen ein⸗ gegangen war. Ich fühlte, daß es bloß eine ſchöne Vergeltung ſei, die ehrgeizigen Projecte meiner Familie über den Haufen zu werfen, indem ich mein Wahlrecht geltend machen würde. 3 Obgleich ich Marguerite auf ihr Zimmer führte, und an ihrem Kopfkiſſen wachte, bis ſie ſchlief, war mir das meinige peinlich ruhelos durch das Bewußt⸗ ſein gemacht, in ein Gewebe von Liſt und Betrug ver⸗ wickelt zu ſein. Es war mir jetzt klar, daß wir beide, mein Vater und ich, als Opfer der eigennützigen Künſte der Wittwe des Grafen Erloff gefallen ſeien, und daß ſie im Begriffe ſehe, die zerrütteten Vermögensumſtände ihres Sohnes wieder herzuſtellen, indem ſie den Kaiſer durch den Einfluß ihrer Stieftochter und eine vortheil⸗ hafte Heirath eines ſeiner Günſtlinge für ſich zu ge⸗ winnen ſuchte.
Welches immer meine frühern Anſichten in Hin⸗ ſicht auf den Fürſten Gallitzin geweſen ſein mochten,


