Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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dem Baron zu erklären, daß er alle Plane für eine Verbindung mit Dir au zuheben wünſche. Als zu dem Bewußtſein der Unmöglichkeit einer Verbindung zwi⸗ ſchen Dir und ihm, noch das einer Neigung für mich kam, welche er beſonders bei unſerer Trennung fühlte, beſchloß er augenblicklich, uns nach Rußland zu fol⸗ gen— ſich offen zu erklären und um meine Hand zu werben.“

„Und was hinderte ihn?“ fragte ich.

„Des Barons Einmiſchung. Dein Vater ſchrieb ihm, er möchte ſeinen Wunſch erfüllen und die Reiſe verſchieben; kaum hatte jedoch das Gerücht meiner Heirath die Reſidenz erreicht, als er ſich auch ſchon entſchloß, ſeinen Familienunzufriedenheiten zu trotzen und hieher in der Hoffnung zu eilen, noch zu rechter Zeit zu kommen./)

„Glaube nicht, daß ich ihn bemitleide,“ rief ich, nicht wegen gemeiner, mädchenhafter Eiferſucht— „nicht wegen Kränkung, weil er Dich einem Mädchen vorgezogen hat, das ihn nie anders als mit der äu⸗ ßerſten Verachtung behandelt hatte, ſondern einzig, weil er nicht genug Energie beſaß, ſein Schickſal zu formen; weil er nicht die Kraft hatte, das niedere Joch von Familienzwang abzuwerfen und um die Hand derjenigen zu bitten, auf deren Herz er mit Recht ver⸗ muthete, einen Eindruck gemacht zu haben. Ich ver⸗ achte einen ſolchen Mann!“

„Du ſprichſt kühn, Ida; denn Du biſt im Glücke aufgezogen worden und kennſt die drückende Laſt der Unterwürfigkeit nicht. Dein Vetter hängt von ſeiner Mutter— und in einiger Beziehung auch von Deinem Vater ab.“. „„Damals nicht mehr, als jetzt,“ unterlrach ich ſie,„und Du fiehſt, es bedurfte bloß des Aeußerſten, um ihn zu zwingen, für ſich zu denken und zu han⸗ deln. Ich verachte eine Perſon, die ſo wenig Muth beſitzt. Aber es iſt nicht nur allein meine Gering⸗