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antworten, ſo konnte ich die Zartheit nicht genug be⸗ wundern, welche ihr eingab, franzöſiſch zu antworten, weil dies die einzige Sprache war, welcher Lord El⸗ vinston außer der ſeinigen mächtig iſt. Vollkommen verdient ſie die Erwiederung, welche ich ihn zu ihren Gunſten gegen Monſieur de Vaudreuil machen hörte, der ihm die Frage zuflüſterte, ob er nicht wegen der Vertraulichkeit ihres ſchleſiſchen Anbeters eiferſüchtig e
„Eiferſüchtig wegen Marguerite?“ entgegnete er. Dann fuhr er nach einer Pauſe fort:
„Welchen Werth hätte ein Mann, der, nachdem er von Marguerite Erloff das Wort erhalten hat, auch nur einen Augenblick in die gemeine Leidenſchaft der Eiferſucht verfallen könnte?
„So lange noch keine feſte Verbindung zwiſchen uns beſtand, trieb mich die Eiferſucht faſt bis zur Verzweiflung; eiferſüchtig war ich da auf Sie und auf Alle in ihrer Umgebung: Aber jetzt, abweſend oder gegenwärtig, ja, würde ich ſogar gezwungen, in dieſem Augenblicke nach England abzureiſen und ſie in Petersburg zurückzulaſſen, ſo wäre ich der feſten Ueberzeugung, daß ſie, bis ich nicht die Zurücknahme ihres Wortes in Händen hielte, keinen verletzenden Gedanken, oder ein beleidigendes Gefühl gegen ihren zukünftigen Gemahl hegen könne.“
Glückliche Marguerite!— dies iſt in der That eine Liebe!— dies iſt ein Grad des Vertrauens, auf den man ſtolz ſein kann!— Und um beiden Gerech⸗ tigkeit wiederfahren zu laſſen, muß ich ſagen, daß ſie einer ſolchen Zuverſicht würdig iſt. Als ich mich in je⸗ ner Nacht auf mein Zimmer zurückzog, um mich der Ruhe zu überlaſſen, glaubte ich das Athmen einer Perſon zu vernehmen, die ſich in meinem Gemache verborgen haben mußte.
Da in Rußland ſo wenig herrſcht, was der Ein⸗ ſamkeit gleich ſieht, ſo fühlte ich mich nie überraſcht,


