Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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bereits zu ſeinem Glücke gelegt, daß eine Bitte des Kaiſers ihn zum beſtändigen Geſandten des Hofes von cn an dem des Kaiſers aller Reuſſen machte.

Die Ankündigung dieſes unerwarteten Glückes war es, was die Tochter mehr als alle Artigkeiten der neuen Mutter mit der Heirath ausſöhnte.

Das ehrgeizige Streben Ida's von Rehfeld erhielt durch den Gedanken, daß ihr erſtes Auftreten aus den unbedeutenden Zirkeln der Reſidenz in jene einer gro⸗ ßen Hauptſtadt verſetzt werde, Nahrung; und obgleich noch der Meinung, daß eine Stiefmutter ihrem Glücke ein großes Hinderniß in den Weg legen würde, wenn ſie auf den Gütern ihrer Vorfahren hätte verweilen müſſen; ſo gab ſie ſich endlich doch zufrieden, in einer untergeordneten Rolle, unter dem Schutze einer Baro⸗ nin von Rehfeld, geborene Veaudreuil und Wittwe Erloff zu glänzen, die ſich der beſondern Gunſt eines Landesherrn erfreute, deſſen Lächeln der Sonnenſchein ihrer zukünf⸗ tigen Laufbahn werden ſollte.

Ihre einzige Furcht war nun, daß Marguerite's Mutter, eiferſüchtig auf ihre Nebenbuhlerſchaft, es vielleicht für dienlich halten würde, ſich ihrer durch eine ſtandesmäßige Verbindung in Deutſchland, noch fhr der Baron ſeinen Poſten angetreten habe, zu ent⸗ edigen.

Noch einen Monat wollte man auf Rehfeld ver⸗ weilen. Tauſend unglückliche Ereigniſſe konnten in der Zwiſchenzeit eintreten. Der bäueriſche Vetter Wil⸗ helm, der ſeine Aufmerkſamkeit zwiſchen ihr und Mar⸗ guerite theilte, konnte von ihrem Vater zur Vermäh⸗ lung gezwungen werden, und da wenig von der Da⸗ zwiſchenkunft eines Erben in Folge der kürzlichen Ver⸗ mählung des Hauptes der Familie zu fürchten war, er⸗ ſchienen die Vortheile dieſer Heirath leider in einem nur zu günſtigen Lichte, beſonders ſeit ſie von ihrer guten Amme einen Wink erhalten hatte, daß in einer jeden andern freiherrlichen Familie, als in der, von