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falſche Schritt in ſeinem Leben einen ſchädlichen Ein⸗ fluß auf ihn übt; und da er bei ſeiner erſten Heirath den Grundſätzen ſeiner Natur und ſeines Standes zu⸗ wider gehandelt hatte, ſo legte er von dieſer Zeit an ſtets einen beinah allzugroßen Werth auf die Vorrechte der Geburt bei einer ehlichen Verbindung. Die Dame, welcher er, wie man von ihm erwartete, ſeine Hand anbieten ſollte, und welche von Geburt eine Vaudreuil — durch Heirath eine Erloff— und durch Zufälle ein Günſiling der Kaiſerin war,— beſaß in ſeinen Augen ei⸗ nen größern Einfluß, als todter Reichthum oder dunkle Schönheit werth ſind, und obgleich er wußte, daß der Gräfin brillantes Haus nur von einer Stelle am Hof abhänge, die ſie wegen der Vermählung mit einem Fremden aufopfern mußte, ſo geſtattete er ſich doch, das Ereigniß mehr als ein Glück, denn als ein un⸗ vermeidliches Uebel zu betrachten.
Die Bewerbung um die Gräfin bewirkte das Ue⸗ brige, denn ſie hatte ihren Kopf auf die Verbindung geſetzt. Die Vorzüge der Geburt und des Glückes, welche ihr in derſelben dargeboten wurden, möchten ſie ſchwerlich beſtimmt haben, ihre Hand einem ein⸗ fachen Landbarone des deutſchen Reiches zu geben; wenn ſie nicht ihrem eigenen Verſtande und Einfluſſe, da der Baron einſt in den Annalen der Diplomatie geglänzt, ſo viel zugetraut hätte, ihn für den Reſt ſeiner Tage an einen Dienſt feſſeln zu können, welcher unerläßig mit dem Pompe eines Hofes verknüpft iſt. Ddies waren nun die Beweggründe der Heirath! Der Baron von Rehfeld war zu Verſprechungen ge⸗ zwungen worden, und nachdem er ſogar mit der nicht widerſtrebenden Gräfin ausgemacht hatte, wegen der Erfüllung ſeiner Pflichten und um einige nothwendige Anordnungen für ihren Empfang an ſeine Familie er⸗ gehen zu laſſen, zur Reſidenz zurückkehren zu müſſen, ſo nöthigte man ihn wieder, die Ceremonie zu beſchleu⸗ nigen. Ja, einen ſo guten Grund hatte die Gräfin


