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die verfeinerte Eleganz des Refidenzlebens, und die Tafel war jetzt herrlich beſetzt. Ja, Ida fand ſich ſogar zum erſtenmal, gleichſam als Einwilligung in ihre mädchenhaften Grillen, an den Jagdzug ange⸗ ſchloſſen, der ſo oft ihr Intereſſe und ihre Neugierde erregt hatte. Die Damen der Geſellſchaft wohnten dem Rendez-vous de chasse täglich in einem offenen Wagen bei, und da die Baronin die Entdeckung machte, daß ihre Stieftochter eine ſehr kühne, gute Reiterin ſei, drückte ſie bei mehr als einer Gelegen⸗ heit den Wunſch aus, daß ſie ihren Vater zu Pferd in den Wald begleiten, ſo den Gang der Jagd beob⸗ achten möchte.
„Marguerite, das arme ſchüchterne Ding, beſitzt
weder Geſundheit noch Kraft genug für ſolche Vergnü⸗ gungen!“ ſprach ſie,„aber Du, mein Kind, das eine ländliche Erziehung kräftig gemacht hat, kannſt nicht beſſer thun, als eine ſo harmloſe und ſtärkende Belu⸗ ſtigung zu genießen.“ Jda fühlte die Großmuth dieſer Einwilligung in ihrer ganzen Größe. Es war unmöglich, furchtloſer und anmuthiger zu reiten. Ihre ſchöne Figur zeigte ſich nie vortheilhafter, als wenn ſie auf ihrer Lieblings⸗ Stute Katalba neben ihrem Vater ritt, und die Be⸗ wunderung, welche ſie erntete, und die durch die Be⸗ gebenheiten der Jagd wachſende Vertraulichkeit mit den Herrn der Geſellſchaft, vernichteten bald ihre Projekte der Zurückhaltung, der Launenhaftigkeit oder ſelbſt der Kälte. Mit heiterer Laune, durch Bewegung und friſche Luft bewirkt, kehrte ſie mit blühenden Wangen zurück, um an den Vergnügungen des Abends Theil zu nehmen.
Eine Reihe von Gäſten, theils Bekannte des Ba⸗ rons, oder Mitglieder des diplomatiſchen Corps in der Reſidenz, erſchienen, um auf Schloß Rehfeld zu ver⸗ weilen. Eine Nacht nach der andern belebten Mufik, Tanz, Charaden, Tableaux und Theater den Platz,


