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Reſidenz, nach meiner Meinung, ſehr annehmbar ge⸗ macht haben würde.“
„Er verſicherte mir, daß er Dir Alles ſchicke, was durch Geld für Dein Vergnügen oder Deinen Putz erkauft werden könne. Wie hätte ich mir denken können, daß der theure Baron aus ſeiner langen Er⸗ fahrung an unſerem fröhlichen Hofe ſo wenig profi⸗ tirte, welcher mit Paris, vielleicht weil von Pariſern angefüllt, ſich rühmt, der eleganteſte in Europa zu ſein, daß er Dir Dinge ſenden konnte, die ſchon ſeit fünf Jahren außer Mode, und ſogar auch neu, doch nur für eine alte Frau, gleich mir, paſſend ſind. Aber allen Männern, auch den verſtändigſten, darf man in dieſen Sachen wenig trauen. Sie haben keinen Sinn für die Schicklichkeit dieſer Dinge. Sie glauben, daß die Hälfte der Schönheit des Kleides darin beſteht, daß es viel koſtet, während doch gerade im Gegentheil die größte Auszeichnung der Toilette eines jungen Mäd⸗ hens darin beſteht, den Anſchein zu haben, Nichts zu oſten.“
Ida, für welche dieſe Worte ſehr viel von einer öconomiſchen Strafpredigt hatten, entgegnete kalt und empfindlich, daß ſich hier ſehr leicht eine Entſchuldi⸗ gung für ihres Vaters Verſchwendung zu Gunſten ſei⸗ ner einzigen Tochter finden ließe.
„Für ſeine Verſchwendung gewiß— wenn eine ſolche wirklich beſtehen ſollte, von der ich aber bis jetzt nicht das Geringſte wahrgenommen habe, aber nicht für ſeinen ſchlechten Geſchmack. Würdeſt Du in Deinem gegenwärtigen Anzuge in einem unſerer ele⸗ ganten Ballzimmer in Frankreich oder Rußland er⸗⸗ ſcheinen, ſo hielte man Dich für eine Großmutter. Niemand könnte ſich denken, daß ein unverheirathetes Mädchen die Reize ihrer Jugend und Schönheit ſo gering ſchätze, um ſich ſo mit Schmuck zu über⸗ laden
Ida fühlte, daß ſie erröthete, wenn nicht aus
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