Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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vernante geweſen, daß die Mittagsglocke bald ertönen würde, und daß es für ihren gemeinſchaftlichen Lieb⸗ ling nichts weniger als ſchicklich ſei, mit einem nach⸗ läßigen Anzuge oder einem von Weinen gerötheten Geſichte bei der Tafel zu erſcheinen, ſo würden die Umarmungen zwiſchen dem ſchmerzlich bewegten alten Geſchöpfe und ihrem Pfleglinge noch unendlich verlän⸗ gert worden ſein.—

„Und nun muß ich Ihnen ſagen,“ ſprach Sara durch ihre eigenen Thränen zu einem mildern Tone zurückgerufen,„der Baron trug mir auf, theuerſtes Kind, Ihnen mitzutheilen, daß wenn vielleicht ſeine Pflichten gegen ſeine Gäſte ihn für heute zu ſehr in Anſpruch nehmen würden, um ihm zu erlauben, mit Ihnen allein ſprechen zu können(der gute Mann ſprach nicht ein Wort von ſeiner alten Braut!) ſo laſſe er Sie in dieſem Falle erſuchen, zu glauben, daß ſein Herz nicht minder für Sie eingenommen ſei, und ſich damit zu tröſten, daß Sie unter dem Dache eines Vaters wohnen, dem Sie das theuerſte Weſen auf Erden find.“

„Ich bin befriedigt!“ ſprach Ida, indem ſie ihre Thränen trocknete und wieder neuen Muth faßte.„Ich bin vollkommen beruhigt, ich fürchtete wirklich, mein Vater habe mich vergeſſen.“

„Sie ſollten die Eile und Aufregung eines ſolchen Augenblicks überſehen haben,“ ſprach Sara, die Par⸗ tei ihres Sohnes und Herrn in dem Momente neh⸗ mend, in welchem er angeklagt zu werden ſchien.

„Um ſo ſchlimmer,“ entgegnete Mademoiſelle The⸗ reſe, froh einen Gegenſtand gefunden zu haben, den ſie als die Urſache ihres Unmuthes angeben konnle,„daß er nicht ein oder zwei Tage vor ſeinen Gäſten hatte ankommen können, um auf dieſe Weiſe das peinliche Begegnen der Familie vor Oeffentlichkeit zu bewahren.“

„Es ſcheint mir,“ murmelte Ida und zuckte die

Schultern,„daß es viel ſchwerer in der Stille unſeres

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