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Bekannten richteie, die Beſchaffenheit des Weges, die Neuigkeiten der Reſidenz, die Geſundheit des Groß⸗ herzogs und das Gelingen der zuletzt gegebenen Oper betrafen, hatte der Baron dadurch die Freiheit erhal⸗ ten, ſich von ſeiner Quälerin zu entfernen, und augen⸗ blicklich ging er weg und eilte gegen das andere Ende des Zimmers, wo ſeine liebliche Coufine in ihrer har⸗ ten Buße der Unbedeutendheit verweilte.
In dem Augenblicke, in welchem Ida wahrnahm, daß ihr Vetter ſeinen Weg auf ihren Stuhl zunahm, ſchlug ſie mit der ihrem Geſchlechte eigenen, inſtinkt⸗ mäßigen Koketterie die Augen zur Erde.
Endlich, da ſie fand, daß kein Wilhelm ſie anre⸗ dete, wagte ſie einen fragenden Blick umher zu ſenden, und ſah ihn, nachdem er pflichtmäßig drei ceremonielle Verbeugungen gemacht und nachdem er der ſächſiſchen Höflichkeit zufolge die Abſätze ſeiner Stiefeln gleich einer Caſtagnette hatte ertönen laſſen, eine förmliche Unterhaltung mit der Tochter der Baronin anknüpfen. Die Aufregungen, welche ſich in dieſem Augenblicke, bei dieſer Entdeckung, ihrer bemächtigten, hatten wahr⸗
ſcheinlich Aehnlichkeit mit denen Jakobs II., als der⸗
ſelbe hörte, daß ſogar der einfältige Prinz Georg von Dänemark zur andern Parthei übergetreten ſei.„So arm, iſt es möglich! Auch er iſt mit den Uebrigen gegangen!“ Sie fühlte ſich durch die Treuloſigkeit auch ſogar des Geringſten und Letzten von denjenigen gekränkt, die ſie vor einigen Wochen noch für die er⸗ gebenſten Sclaven gehalten hatte.
Wenn Ida's mädchenhafter Kummer aus einem Verdacht entſtanden war, daß ein Bündniß zwiſchen der Fremden und dem jungen Barone beſtehe, ſo mußte ſie durch den kalten Anſtand, mit welchem„Margue⸗ rite“ die Artigkeiten ihres neuen Bekannten erwiderte, eines andern überzeugt werden. Es war unmöglich, zurückhaltender im Benehmen,, oder lakoniſcher in den Antworten zu ſein.
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