Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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Vollziehung einer Handlung mitzutheilen, die ohne Zweifel ſchon lange im Werke geweſen ſein mußte.

Lange im Werke vielleicht, ſtammelte Ida, nach Faſſung ringend.Aber, wie er uns verſichert, durch unerwartete Umſtände gezwungen, erſt kurz vor ſeiner Abreiſe vollzogen. Es war ausgemacht, daß die Ver⸗ mählung nicht vor meines Vaters Rückkehr nach Ruß⸗ land ſtattfinden ſollte, und er hatte im Sinne, mir es erſt unter tauſend Erklärungen der Nothwendigkeit während ſeines Aufenthalts in Rehfeld mitzutheilen. Aber in dem Augenblicke ſeiner Abreiſe von St. Pe⸗ tersburg drang die Familie der der Baronin auf die Vollziehung ihrer Verbindung. Die Hochzeit wurde in der größten Eile vollzogen und ohne Zweifel mußie er nun der erſte ſein, der dem Großherzog die Sache entdeckte.

Mademoiſelle Thereſens Aeußerung bei dem Allen war ein vielſagendes Achſelzucken. Die minder gebildete Sara jedoch legte ſich keine große Zurückhal⸗ tung in ihren Klagen über die Entwürdigung und Be⸗ leidigung von Seite des Barons auf, den ſie jetzt bald ſeit fünfzig Jahren als ihren Zögling betrachtete.

Eine zweite Heirath! eine Heirath nach ſieb⸗ zehnjährigem Wittwerſtande! eine Heirath mit einer Fremden! vielleicht mit einer Ketzerin. Hier gab es keine Entſchuldigung, keine Vertheidigung für den Herrn Baron.

Sogar ſeine treue Amme entzog ihm von dieſem Augenblicke an ihre Liebe.