Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1845)
Entstehung
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Vergnügungen werden. Wenn Sara die Wahrheit

ſpricht, iſt es des Baron von Rehfeld's Abſicht, Sie im Laufe des nächſten Jahres mit Ihrem Vetter Wil⸗ helm zu vermählen, der einer der liebenswürdigſten

Männer des

Hofes von...... iſt, und nach dem Tode

Ihres Vaters ſeine Titel und Lehen erben wird.

Und das iſt gerade die Urſache all' meines Jam⸗ mers! unterbrach ſie Ida.Wenn dieſe ſchreckliche Ausſicht nicht wäre, könnte ich dieſen Platz noch er⸗ tragen, aber der Gedanke, mein ganzes zukünftiges

Leben hier z Vetter recht ſeinen Vater zu begleiten. ter, wie Sie

ubringen zu müſſen! Ich kenne meinen gut. Als ich ein Kind war, pflegte er häufig zu den Jagdgeſellſchaften hieher Ein gutmüthiger, uneigennütziger Vet⸗ e ſich vorſtellen können; ein Mann, wel⸗

cher zufrieden ſein wird, in dunkler Obscurität nie⸗. derzuſitzen, und auf Rehfeld zu leben und zu ſterben! Aber Sie können doch nicht glauben, mein theue⸗

res Kind, d Sie zu einer Willen iſt?

ein Vater, ſo gütig wie der Ihrige, Heirath zwingen wird, die gegen Ihren ſprach Mademoiſelle Thereſe.Sie be⸗

ſiten einen unumſchränkten Einfluß über Ihren Vater;

er betet Sie

beinahe an, wer thut es nicht? und

von dem Augenblicke an, in welchem er Ihnen die

Leitung ſeines Haushaltes überläßt, wie er bereits verheißen hat, an Ihrem Geburtstage zu thun, wer⸗

den Sie ſein

e Gefährtin und Freundin werden. Ihre

Wünſche werden ihm Geſetz ſein. Ja, ich bilde mir

ein, daß es wird, daß e

dahin zu unt Bitten herſagungen

bloß eines Winkes von Ihnen bedürfen s ver innigſte Wunſch Ihres Herzens ſei,

Paris zu beſuchen, um ihn zu beſtimmen, eine Reiſe

ernehmen. auch Sie den Himmel, daß Ihre Vor⸗ in Erfüllung gehen mögen, rief Ida

fröhlicher; und von jenem Tage an wurden die Träu⸗

mereien des

jungen Mädchens durch Vorſtellungen von

ihrer künftigen Wichtigkeit, als Gebieterin des Schloſ⸗