Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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Augen auf nichts Anderes, als auf Thränen ihrer Um⸗ gebung getroffen. In dieſem Augenblick ſah man durch das Fenſter,

wie ſich der Herr Paſtor dem Hauſe näherte, und in

das Zimmer trat, um Gäſte, auf welche er nicht gezählt hatte, zu bewillkommen. Er ſah mager, abgefallen, blaß aus; doch bemühte er ſich, ſeine Gäſte mit Lächeln zu begrüßen. Es ſollte nicht ſcheinen, als ſei er der Einzige, dem es nicht möglich wäre, ſeine eigene Lehre zu befol⸗ gen und ſich dem Willen Gottes zu unterwerfen.

Das arme Kind ließ ihm keine Zeit, die Gäſte zu bewillkommen, was er zu thun im Begriffe war. Es reckte ſein Aermchen gegen ihn aus, wie wenn es jetzt einen Freund gefunden hätte, und rief mit nur halb ver⸗ nehmlichen Toͤnen aus:Theurer Vater! nehme mich nach Haus! ich muß heimgehen, ich muß heimgehen.

Der arme Vater drückte das Mädchen ans Herz und liſpelte:Meine Theure! Du biſt zu Hauſe, ſei ſtille! ſei ſtille! Du biſt zu Hauſe.

Das Kind wiederholte mit weinerlicher, kläglicher Stimme:Nein! nein! Kitty will heimgehen. Der Oberſt und Ellen begriffen nicht, was dieſe kläͤglichen Laute zu bedeuten hatten. Dem Herrn Paſtor drangen ſte ins Herz. Denn am Tage des Begräbniſſes von ſeinem Weibe war er unvorſichtig genug geweſen und hatte ſein Kind auf den Arm genommen, ehe der Grab⸗ ſtein aufgerichtet war, und hatte ihm und ſeinen weinen⸗ den Knaben, die ihn begleiteten, den letzten Ruheplatz ihrer Mutter gezeigt. Er hatte gewünſcht, daß ſie ſpäter wiſſen ſollten, wo der Leichnam der untadelhaften Frau ruhe, und daß ſie ſehen ſollten, wie ihr Sarg aus der Hand der Armen mit ſchönen Blumen beſtreut wurde, aus der Hand von Leuten, welche von ihr getröſtet und genährt worden waren, ein Tribut, welcher die Wirkung der ſymboliſchen kirchlichen Handlung, womit die Kirche die Schrecken des Todes zu verringern ſucht, ich meine das Beſtrenen des Sarges mit Staub, zum Zeichen,