Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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ihr edles, zum Nutzen der Menſchheit angewandtes Leben kürzte. Würden nach ſolchen Vorgängen die Leute von Orington ſehen, daß dieſer Projektenmacher, dieſer Heuchler zu uns heruntergebracht würde, und daß um ſeinetwillen Trauerkutſchen und Zobelfedern para⸗ dirten, ſo würden ſie in eine Wuth gerathen, welcher Nichts heilig wäre.*

Ich bitte Sie unthänigſt, Herr Oberſt! glauben Sie nicht, daß die Quelle dieſes Briefes der Aerger darüber ſei, daß ich wegen des intentirten Verkaufes meiner Güter in Koſten wegen Schreibereien verſetzt wurde, glauben Sie vielmehr, daß ich bei meinem Schreiben blos die Abſicht habe, daß Sie, wenn es Ihnen gefällig iſt, die jungen Herrn, gegen welche Niemand Etwas hat, weil der Fehltritt ihres Vaters ſie Nichts angeht, von der Sache benachrichtigen mögen. Dadurch würden Sie ihnen einen wirklichen Dienſt und Ihrem unter⸗ würfigen Diener Jacob Durdan einen großen Gefallen erweiſen.“

Dieſes Zeichen des Abſcheues, welcher das Andenken des Bankier traf, war das erſte, das den jungen Ham⸗ lyns gegeben wurde. Die Lektion war eine furchtbare, aber gegen eine Auskunft, wie die von Durdan gegebene eine war, läßt ſich nicht ſtreiten. Bereits war der ſtolze Geiſt Walthers durch die verſchiedenen Erniedrigungen, deren Quelle die letzthinigen Begebenheiten waren, ge⸗ brochen. Nachdem er das Haupt ſeines Vaters in einen obſeuren Winkel eines der Kirchhöfe in der Hauptſtadt zur Ruhe gelegt hatte, wieder nach Hauſe zurückkehren wolle, und vor demſelben bemerkte, wie ſeine Mutter und Schwe⸗ ſter die Abenddämmerung benützten, um ihre herrliche Wohnung die entfernte Urſache von einem großen Theile ihres gegenwärtigen Unglückes, für immer zu verlaſſen. Da fühlte er, daß der Ruhm ſeiner Tage verſchwunden war. Das unangenehme ſchlimme Verhältniß, in welchem er zu Alberich Vernon ſtund, machte ihm jedes zartere Gefühl, das ſich bei ihm an die Familie Vernon knüpfte,