Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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welche die gerichtliche Unterſuchung ſeiner Papiere über ſeinen Ruin und ſein Unglück ergeben hatte.

Die Spalten der Tageszeitungen wimmelten nun mit Anekdoten von ſeinen Verbrechen und Schändlich⸗ keiten. Es lag im Intereſſe der Familie Vernon und in dem der Freunde des noch tiefer, als die Vernons und ſie in die Sache verwickelten Beleidigers, durch deſſen Hand er gefallen war, in ihrem Intereſſe lag es, Hamlyns Name und Sache mit all der Schmach zu bekleiden, welche beide nur zu gerne annahmen. Bereits war das Angedenken eines Mannes, den man ſeit ſo manchen Jahren für völlig fehler⸗ und fleckenlos gehalten hatte, mit aller Schmach eines Schwindlers in Habiie angelegenheiten und politiſchen Abenteurers belegt, deſſen ſchreckliches Ende in der That und Wirklichkeit, Sache göttlicher Vergeltung geweſen ſei.

In der emſigen Sorge, mit welcher Spilsby und ſeine Rathgeber, die Herrn Wigwell und Slak bemüht waren, die Betrügereien Humlyns ins klareſte Licht zu ſetzen, lag Etwas bösartiges, beinahe Feindſeliges. Bis zur erſten Zuſammenkunft der Gläubiger war es nicht nöthig, im Einzelnen zu veröffentlichen, wie Hamlyn Kapitalien heimlich weggezogen und Verſicherungen ge⸗ mißbraucht hatte. Allein plötzlich waren die Zeitungen im Beſitze von Dingen, welche blos aus der Quelle ſelbſt geſchöpft ſein konnten. Jedes geheime Papier, jede geheime Schrift von einem Manne, der in ſeinen Betrügereien ſo vorſichtig geweſen war, daß man ſelbſt von ſeinem Schatten nicht vermuthen konnte, er ſei in ein Geheimniß verwickelt, war nun an allen Wänden und Pfählen der Stadt Gegenſtand der Beſprechung, und mußte den Verkauf der Sonntagszeitung erhöhen.

So iſt der kurzſichtige Verſtand des Verſchmitzten, ſo iſt die Hohlheit eines durch unehrliche Mittel errungenen Pompes. Die Irrthümer, welche Richard Hamlyn be⸗ gangen, die Verbrechen, welche er verübt hatte, hatten ihre Quelle in dem Wunſche gehabt, den Augen der

Die Bankiersfrau. II. 18