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kiers Luft, als er dieſe Worte hörte; ſein Haupt ſank auf das Kiſſen zurück. Ramſay beugte ſich über ihn her, um ihm die gewöhnlichen, ſtärkenden Eſſenzen an die Naſe zu halten. Er ſah, ein kalter Schweiß drang aus ſeinem ſchwarzgelben Geſichte
Miit matter Stimme ſagte ſein Herr:„Rufen Sie Walther.“
Namſay dachte daran, daß ſein Herr ihm kurz zu⸗ vor ſtreng eingeſchärft hatte, man ſolle ſeinen Sohn in keinem Falle ſtören. Ramſay ſagte deßhalb:„Kapitän Hamlyn ſchläft immer noch.“
Herr Hamlyn ſagte entſchieden:„Rufen Sie ihm, oder es wird zu ſpät.“ Im nächſten Augenblicke erhob ſich Walther aus einem Traume voll Seligkeit und Frie⸗ den, mit welchem ein böſer, ſchadenfroher Geiſt einen unglücklichen, bekümmerten Menſchen zu erquicken ſcheint. Dieſen falſchen Troſt erhält der verurtheilte Böſewicht in ſeiner Zelle, der Verbannte in ſeiner Verbannung.— Bald ſtand Walther neben dem Bette des Todes.
Noch halb im Schlafe, ganz zerſtört, ſtellte ſich der junge Mann an Hamlyns Seite. Dieſer ſagte zu ihm:„Trete näher.“ 1
Er fuhr fort:„Bücke Dich nieder zu mir, Walther! Höre auf mich, mein Sohn! Ich gehe an einen Ort, woo Liebe der Menſchen gegen einander ein Ende hat.“ Alſo ſtammelte der ſterbende Mann und ſah mit ſtarrem, gläſernem Blicke auf das ſchöne Antlitz, das ſich in un⸗
ausſprechlicher Angſt über ihn hinbeugte.„Walther!
fluche mir nicht, wenn ich geſchieden bin! Ich habe Dich aufs Herzlichſte geliebt! Denke nicht zu hart über Deinen armen Vater.“
Sein Sohn merkte, daß in der That das Ende ſei⸗ nes Vaters bevorſtehe. Er rief aus:„Mein theurer, theurer Vater! laſſe mich nach Hülfe rufen. Du wirſt doch wohl meine Mutter und Geſchwiſter ſehen wollen? Es iſt noch Zeit dazu, wenn Du geiſtigen Troſt willſt.“ Der ſterbende Mann entgegnete:„Ich will bloß


