Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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verſchwunden war, hatte der verwundete Mann Zeichen von Unruhe und Aufregung von ſich gegeben, welche ſeinem Wärter nicht wenig Sorge machte. Eine halbe Stunde, nachdem der Oberſt zur City gefahren war, hielt er es für nothwendig, nach den ausgezeichneten Chirurgen zu ſenden, deren Kunſt ſein Patient anvertraut worden war.

Kaum war dieſe Vorſichtsmaßregel getroffen, als Hamlyn ſelbſt fühlte, daß eine Veränderung mit ihm vorgehe. Seine Augen wanderten rings umher, wie wenn ſie irgend einen noch nie geſehenen Gegenſtand ſuchen wollten. Er fragte nach Walther. Als man ihm ſagte, er ſchlafe auf dem Sopha, am Fuße ſeines Bet⸗ tes, fragte er augenblicklich nach Henry. Vermittelſt ſeines gewiſſen Seherblicks, welcher ſich häuſig bei Som⸗ nambülen und ſterbenden Perſonen findet, mußte er un⸗ erklärlicher Weiſe erfahren haben, daß Harry während der Nacht in der Stadt angekommen ſei.

Ramſay war aus vollem Herzen bemüht, ſeinem Herrn Troſt einzuſprechen, aber unglücklicher Weiſe machte er bloß das Fieber des Kranken noch gefährlicher.

Der Kellner ſagte nämlich mit ſeinem gewöhnlichen, unterwürfigen Tone:„Sir! Herr Henry und Oberſt Hamilton ſind in die Lombardſtraße gegangen. Der Oberſchreiber war letzte Nacht noch ſpät hier und der Oberſt wünſchte, man möchte ihn um ſieben Uhr wecken; er wolle, ehe das Bankierhaus geöffnet werde, dort ſein.“

GEs ſchien, als komme plötzlich bei dieſer Kunde über den ganzen Leib ſeines unglücklichen Herrn der Anfall eines ihn ſchüttelnden Fiebers.

Mit unnatürlicher heiſerer Stimme ſagte er:„Sie find gegangen? Sind Sie ganz ſicher, ſind die Herren auf Spilsby's Betrieb gegangen?“

„Ganz ſicher, Sir; Herr Henry blieb eine halbe Stunde an Ihrem Bette in dieſer Nacht, und ſah ſehr bekümmert und niedergeſchlagen aus, als er mit Oberſt Hamilton in die Kutſche ſtieg.“

Ein Seufzer machte ſich aus dem Herzen des Ban⸗