Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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Oberſt Hamilton legte ſeine Hand feſt auf Henry's Arm, um Worte fruchtloſer Erbitterung zu verhindern, wandte ſich an die ganze, im Zimmer verſammelte Ge⸗ ſellſchaft, unterbrach Henry, und ſagte:„Ich ſelbſt bin mit Richard Hamlyn durchaus nicht verwandt, und bei ſeiner Wohlfahrt bloß betheiligt, wie ein Freund an der Wohlfahrt des andern. Aber dieß iſt nach meiner An⸗ ſicht ein heiligerer Bund, als manche Leute gerne glau⸗ ben wollen, und deßhalb bin ich Willens, da Stand zu halten, wo Andere voll Schrecken zurückweichen. Ich habe ungefähr zwei mal hundert tauſend Pfund, ſage zwei mal hundert tauſend Pfund, in verſchiedenen Ver⸗ ſicherungen beim Hauſe Hamlyn angelegt. Das Meiſte davon kann ſogleich verwendet werden. Alles, was ich ſagen kann, iſt das: die Firma hat vollkommene Frei⸗ heit, von dieſen Verſicherungen ſo viel in Geld zu ver⸗ wandeln, als nöthig iſt, um ſie ſicher durch den Sturm zu bringen.“

Ein Murmeln der Dankbarkeit und Bewunderung, das übrigens dem Oberſten ganz gleichgültig war, machte ſich aus der Bruſt der Advokaten, des Geldmäcklers und des Schreibers Luft. Der Oberſt dagegen fand ſeine volle Belohnung im ſtillen Händedruck, den ihm ſein und Ellens junger Freund Henry gab. Doch mußte er im ſelben Augenblick bemerken, daß Andreas Harrington und ſein Bruder ihn mit dem Blick eines verächtlichen Mitleids betrachteten, den man einem Kranken ſchenkt, der gerade aus einem Irrenhauſe entſprungen iſt.

Der Mäckler ſchaute auf ſeine Uhr, und ſagte: „Wir dürfen keine Zeit verlieren; es iſt bereits halb acht Uhr vorbei. Es wird mir ein großes Vergnügen machen, wenn ich auf die Verantwortlichkeit und gegen eine Quittung von Herrn Oberſt Hamilton der Firma mit zwanzig tauſend Pfund Sterling aushelfen kann. Ich befürchte, wir werden keine Zeit haben, die Ver⸗ ſicherungen, von welchen der Oberſt ſpricht, in Geld umzuſetzen.“