Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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Zeit angekommen wäre? Für mich iſt es wichtiger, als für ſeine übrigen Kinder, ſeinen letzten Segen zu erhalten, denn ich bin dasjenige unter ihnen, das ſeine Plane immer durchkreuzte. Wiſſen Sie es? verfluchte er mich nicht? O mein armer theurer Vater! Wie ſchwer läge der Gedanke auf meinem Herzen, daß er geſtorben ſei, ohne

ein Wort der Verzeihung mit mir zu ſprechen.“

Thränen quollen aus den Augen des bewegten jungen Mannes hervor, als er mit gefalteten Händen und ſchwerem Herzen dieſe unzuſammenhängenden Worte ſprach. Uebrigens bemühte er ſich, ſeine Faßung wieder zu gewinnen, und fuhr folgendermaſſen fort:„Doch er iſt beſſer. Er hat eine gute Nacht gehabt. Er hat ein Paar Stunden Schlaf genoſſen. So eben habe ich Walthern verlaſſen. Unbemerkt habe ich am Bette meines Vaters geknieet, man darf ihn durchaus nicht in Unruhe verſetzen. Ehe ich meinen Bruder von ſeiner Wache ablöſe, damit auch er einige Ruhe genießen kann, kann ich nicht umhin, Ihnen zu danken, Herr Oberſt, daß Sie hier ſind, Sie und Ellen. Es ſieht Ihnen ſo ganz gleich, daß Sie beide hier find. Gott ſegne Sie! Gott ſegne Sie!“,

Während dieſer ganzen Zeit bemühte ſich Oberſt Hamilton, ſeine Gedanken zu ordnen, und den Faden ſeiner frühern Gedanken, während dieſer Nacht, wieder aufzunehmen. Er konnte es kaum über das Herz bringen, den aufgeregten, zarten Mann vor ihm, der eben ſo wohl von einer nächtlichen Reiſe müde, als, was noch mehr zu bedeuten hatte, durch die Angſt einer ganzen Nacht angegriffen war, mit bloßen Erörterungen in Geſchäftsſachen zu beläſtigen, und den warmen Erguß ſeiner kindlichen Gefühle durch trockene Hemmniſſe welt⸗ licher Sorgen ins Stocken zu bringen. Aber die Sache war unvermeidlich. Die Intereſſen von zu vielen menſch⸗ lichen Weſen hing von ſeiner Unterredung mit Henry ab. Mit ſo wenig Worten, als möglich, ſetzte Oberſt Hamilton dem Jüngling die gefährliche Lage aus ein⸗