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dachte, daß neunzehn volle Dienſtjahre ihn mit dem Haupte oder Herzen der Firma auf eine höhere Stufe der Gleich⸗ heit und Vertraulichkeit hätten bringen ſollen.
Da nun ſein Verdacht in dieſem Punkte einmal wach geworden war, ſo zauderte er nicht, die ihm durch ſeine Stellung an die Hand gegebenen Vortheile zu benützen. und eine Menge ſubtiler Unterſuchungen anzuſtellen, auf welche er bis Dato keinen Augenblick verfallen war, oder vielmehr auf welche er, wenn er im Verhältniſſe größerer Vertraulichkeit zu ſeinem Herrn geſtanden wäre, vermöge der Achtung gegen ſeinen Herrn nur inſoweit verfallen wäre, als es ſich mit ſeinem Pflichtgefühl gegen die Firma vertrug. Als er nun die erſte beſte Gelegenheit ergriff, um ſeine Hände an eine der verdächtigen Sachen zu legen, wies ihn Hamlyn entſchieden und ſtrenge zu Rechte, und gab ihm ein ſchwieriges Geſchäft zum Be⸗ rechnen auf, um ſeine Aufmerkſamkeit auf einen andern Punkt zu lenken. Anſtatt Schmerz darüber zu empfinden, daß die Firma genöthigt ſei, zu Kunſtgriffen ihre Zuflucht zu nehmen; anſtatt voll Eifer ihrem drohenden Unglücke
zu Hülfe zu kommen, war Spilsby entſchloſſen, mit Ge⸗ duld zu warten, aber mit Hartnäckigkeit für ſeine Ver⸗ dachtsgründe Gewißheit zu ſuchen.
Doch das Mißtrauen Richard Hamlyns war nun gleichfalls rege. Er hatte nicht den geringſten Zweifel darüber, daß der Oberſchreiber mehr als halb wiſſe, im Geſchäfte ſei nicht Alles in Ordnung; und Höllenangſt mußte ihn foltern, als er entdeckte, wie weit Spilsby unterrichtet war. Jeden Morgen, wenn er die Zimmer ſeines Bankierhauſes beſuchte, richtete er den erſten Blick gegen den kahlköpfigen Schreiber. Jeden Abend, wenn das Geſchäft zu Ende war und Spilshy ihm die Schlüſſel einhändigte, war ſeine erſte Sorge die, daß er ihm auf die Augen ſah, ob Etwas von ſeinen Geheimniſſen an den Tag gekommen, ob unter ſeinen gewölbten Augen⸗ brauen ein Ausdruck des Triumphes zu entdecken ſei, oder ob ſich erzweiflung in den Winkeln ſeines Mundes zeige.


