Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

——

25

ein Mann ſich dazu berufen fühlen könne, in ein Geſchäfts⸗ leben thätig einzugreifen, wenn er nicht mit dem Stroh⸗ wiſch:„parlamentariſcher Einfluß“ in Verbindung ſtehe.

Uebrigens tönte die einfache Frage des Herzogs: „Denken Sie nicht daran, mein Theurer! in das Par⸗ lament einzutreten?“ in den Ohren des alten Oberſt ebenſo, wie wenn Seine Gnaden geſagt hätte:„Wollen Sie ſich nicht zum Erzbiſchof von York einweihen laſſen?“ Er entſchuldigte ſich mit Lachen und verwunderte ſich, wie es wohl dem Herzog von Elvaſton möglich ſein könne, eine ſo hohe Meinung von ſeiner Wichtigkeit zu faſſen..

„Ich verſuchte es, unſern Freund Gratwycke zu über⸗ reden, er ſolle heute und hier mit Ihnen zuſammentreffen,“ ſagte der Herzog, wobei er von allen Seiten ſeine von dreißig Gäſten beſetzte Tafel betrachtete und halb und halb fürchtete, es möchten bei der Geſellſchaft zu viele Fuchsjäger ſein, als daß ſie ihm vollkommen gefallen ſollte.„Aber ich denke, er hat es vollſtändig aufgegeben, auswärts zu ſpeiſen. Wenigſtens will er Ormeau die

Ehre ſeiner Geſellſchaft nicht geben.“

Der Oberſt entgegnete ein Paar Worte, welche die Vermuthung beſtätigten, daß der alte Gratwycke nicht mehr außer ſeinem Hauſe ſpeiſen wolle. Waͤhrend er ſich eifrig Mühe gab und ſich auſ's Beſte beſann, ob es wohl Gicht oder chroniſche Rheumatismen, oder einfach das Schlimmſte, die Schwäche des Alters, ſei, was den armen Gratwycke hindere, ſein Schloß zu verlaſſen, war ſeine Aufmerkſamkeit durch eine Frage in Anſpruch ge⸗ nommen, welche die Marquiſin von Coſſington, neben dehte ſaß, an ſeine gegenüberſitzende Schwiegertochter richtete.

„Meine Schweſter Devereur ſchrieb mir letzten Früh⸗ ling wörtlich, ganz Rom laufe zum Atelier Gibſons, um eine ausgezeichnete Büſte zu ſehen, für welche Sie als Diana ihm geſeſſen ſeien; ſte ſeie das ausgezeichnetſte ſeiner Werke! Darf ich fragen, haben Sie eine Copie