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nach höherem Range zu ſtreben; ſie hatten keine Tochter zu verheiraten. Ihr Hauptvergnügen im Leben beſtand in der königlichen Gaſtfreundſchaftlichkeit, die ſich nicht zur Schau trägt, und keine Raſt und Ruhe kennt. Ormeau war buchſtäblich ein ſogenanntes offenes Haus. Monate, ja Jahreweis ſetzte ſich die Familie nicht allein zu Tiſche. Was die Hunde betrifft, von welchen man wußte, daß der Herzog ein ungemeſſenes Vergnügen an ihnen hatte, und welche in England einen beinahe zum Sprüchwort gewordenen Ruf genoſſen, ſo waren ſie in der That gleichfalls bloß zum Vergnügen für Freunde und Nach⸗ barn da, denen der Herzog mit ihnen Freude machen wollte. Es war unmöglich, daß ein Mann von den Verpflichtungen, welche mit dem ihm durch Erbſchaft an⸗ gewieſenen Rang und Vermögen verbunden waren, eine liebevollere, dem geſelligen Leben mehr zuſagende Idee hatte, als der Herzog von Elvaſton.
Das Silberſervice auf der Tafel Seiner Gnaden, hätte wohl Lord Vernon altväteriſch und gemein genannt. Auf demſelben waren nicht, wie auf Hyde, prächtige Arbeiten auf dem Silberſervice, keine Bildniſſe von Ahnen auf Kriegsroſſen in Gold oder übergoldetem Silber, keiner von den kleinen Tiſchpoſſen, welche heutigen Tages den ſerupulöſen Gaſtgebern unter dem Adel ſo theuer find. Sogar bei den Hamlyns war der Credenztiſch prächtiger. Die Phraſe:„in gutem Style leben,“ hätte auf Ormeau als traurige Gemeinheit gegolten.
Der Oberſt war voll Vergnügen und Freude, als er ſah, in welch' verſchiedenem Lichte ſeine neuen Freunde und die flachen Vernons Leute und Dinge betrachteten. Auf Ormeau war Licht und Schatten heller, die Motive der Handlungen ſo klar an den Tag gelegt, als die Handlungen ſelbſt. Alles war ſchön und lag offen da. Es war mit ihren Reden und Handlungen, wie mit ihrem Hauſe. Es war kein unterirdiſches Stockwerk, unter allen Gebäulichkeiten kein maskirtes Haus, von dem kein Dach


