geben ſah. Da ſie leidend und niedergeſchlagen war, ſo fürchtete ſie den Gedanken, er könnte in Briefeu an ſeinen Bruder, dieſem von ihren geſchwollenen Augen⸗ liedern und thränenbenetzten Wangen ſchreiben; und es war ihr deßhalb ein Troſt, daß ſie nach Ormeau ein⸗ geladen wurde, während ſich Kapitän Hamlyn auf Dean⸗Park aufhielt..
Lady Vernon war voreilig in ihrer Meinung, Wal⸗ ther und ſein Freund werden mit den Hamiltons nach Ormeau eingeladen ſein. Daran hatten die Elvaſtons keinen Augenblick gedacht. Die Elvaſtons waren offene, etwas altväteriſche Leute, welche weder mit Richard Hamlyn, noch mit ſeinem Vater im Verhältniß genauer Bekanntſchaft geſtanden waren, und es deßhalb für un⸗ möglich gehalten hätten, mit Walther auf einmal deß⸗ wegen eine vertrauliche Verbindung anzuknüpfen, weil er das Glück hatte, ihren jungen Freund, den Lord Dartford, als Gaſt bei ſich zu haben.
Der alte Oberſt, welchen Herr Gratwycke bei ſeinem Herrn und Freunde, dem Herzog, ſo hoch empfohlen hatte, daß dieſer die lauteſte Achtung für ihn hegte, hatte beim gegenwärtigen Beſuche auf Ormeau nicht nur die Empfehlung für ſich, daß er Nachbar der El⸗ vaſtons war, ſondern auch die, daß die ſchöne Ellen in ſeinem Hauſe wohnte, welcher der Markgräfin Coſſington von ihrer Schweſter, der Lady Devereux, der Frau des engliſchen Miniſters in Florenz auf das wärmſte empfohlen war. Die Anweſenheit Ellen gereichte der ganzen Ge⸗ ſellſchaft zu unausſprechlicher Freude. Die Damen aus der Familie Elvaſtons, welche Ellen auf Ormeau be⸗ willkommneten, ſprachen gegen ſie die Meinung aus, Alles, was ſie früher zu ihren Gunſten gehört haben, ſtehe weiter hinter dem Eindruck zurück, welchen ſie durch ihre Anweſenheit mache.
unter der großen, bunten Geſellſchaft, welche ſich beim Herzog von Elvaſton verſammelte, war es Oberſt Hamilton weit wohler, als in dem überfein gebildeten


