Teil eines Werkes 
5. - 8. Bdchn (1846)
Entstehung
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allein, mehr allein, mehr einſam, als je. Dieſe Ein⸗ ſamkeit und Verlaſſenheit war ihr dadurch noch merk⸗ licher und empfindlicher geworden, daß Henry ihr, wie bereits geſagt, neuerdings einen achtungsvollen, aber nicht von Liebe zu ihr durchdrungenen Brief geſchrieben hatte, einen Brief, welcher dennoch in ihrem Herzen die unvergleichliche Seligkeit zutrauungsvoller Liebe gegen ihn erweckte. Gegen ſeinen Vater, die Quelle von Hemys Sinnesänderung und von dem plötzlichen Auf⸗ geben ſeiner edlen wiſſenſchaftlichen Richtung, war ihr ganzer Groll gerichtet. Sie war dadurch, daß ſie das neue Mißgeſchick ihres Lebens, das Unglück mit Henry, dem ſchlimmen Einfluſſe ihres früheren Feindes zuſchreiben mußte, nicht weniger als durch die frühere von Hamlyn ausgehenden Kränkungen unglücklich gemacht und tief erniedrigt worden. 4

Da auf dieſe Weiſe die Hoffnungen nicht in Er⸗ füllung gegangen waren, welche ihre Heimreiſe nach England beſchleunigt hatten, da ſie auf dieſe Weiſe voll Erbitterung gegen Dean⸗Park war, ließ ſie ſich ſogar durch die aufrichtige Liebe, welche ſie für ihren Schwie⸗ deuater hegte, nicht mit ſich und ihrem Kummer aus⸗ ſöhnen.„

Sie war ſich bewußt, ihr Herz zu leicht verſchenkt zu haben, ſie klagte ſich an, ſte habe dem Andenken an ihren abgeſchiedenen Gemahl zu wenig Ehrerbietung er⸗ zeigt. Durch den vermeintlichen Wankelmuth Henrys zurückgeſtoßen, glaubte ſie, ſie ſei blos deßwegen mit Recht beſtraft worden, weil ſie nach ihren früher aus⸗ geſprochenen Gelübden ewiger Wittwerſchaft, den Schmei⸗ Gäleien weltlicher Liebe wiederum das Ohr geliehen habe. Unter dieſen kummervollen Selbſtanklagen wollte ihr die ruhige Abgeſchiedenheit von Schloß Burlington nicht mehr gefallen. Es war ihr durchaus nicht ange⸗ nehm, daß ſie bei aller Vertraulichkeit ihres ruhigen Schloſſes den neugierigen Beſuchen Walthers preisge⸗