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ſind, ſo kann ſich ein beſcheidener Mann begnügen; iſt bloß Einer vorhanden, ſo iſt es beinahe genug. Ein ſchönes Weib mit einem guten Herzen iſt deßhalb für mich eine Sache, welcher ich nicht widerſtehen kann. Weil ich nicht in allen dieſen drei Punkten das Monopol haben will, ſo laſſe ich die Seele fahren. Während ich mich mit einer warmherzigen, ſchönen, kleinen Frau be⸗ gnüge, können Sie die ſchöne Wittwe mit ihrer großen Seele ganz allein als Cigenthum haben.“ 3 „Wie leicht iſt es, aus der Schätzung, welche Sie an Weiber und Männer anlegen, die Begriffe eines Mannes heraus zu erkennen, welchen Geburt und Reich⸗ thum über jede Verſuchung hinaus heben!“ ſagte Wal⸗ ther beinahe mit einem Seufzer.„In der That! wenig Weiber ſind fähig, uns aus ſolchen Betrachtungen zu ziehen. Wenigen von uns iſt es möglich ein Weib um ihr ſelbſt willen zu wählen. Erlauben Sie mir, unſer halbes Regiment würde die drei Grazien eines Weibes in die Begriffe„Schönheit, Rang, Vermögen“ ſetzen.“ „Mein theurer Hamlyn! Sie folgen Ihrer Lehre nicht, wie ich ganz deutlich ſehe. Sie halten ja ſo gar Wenig auf ein ſchönes, holdes Weſen mit zwölf oder fünfzehn taufend Pfunden des Jahres.“ „Ich wünſche mir etwas Feineres, als die Wittwe Bob Hamiltons,“ entgegnete Walther ſtolz.„Ich be⸗ fürchte, ich bin in der Kleidung und den Manieren meiner künftigen Frau gar ſehr kitzlich.“ „Oho! oho! Die Kleidung und die Manieren eines Weibes können ſich ganz ſo modeln, wie es Einem gefällt.“ „Aber da nicht, wo es an Schicklichkeits⸗Gefühl von Haus aus fehlt. Zum Beiſpiel, Sie könnten der ſchönen Ellen niemals beibringen, wie ſie mit der in⸗ ſtinktmäßigen Eleganz der Miß Vernon rivaliſiren könnte.“
„Ja! mit der inſtinktmäßigen Kleinigkeitsſucht der Miß Vernon! Miß Vernon iſt geſchaffen aus dem, was Sie Eleganz nennen, ſie iſt eine leere Eierſchale. Sie


