Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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ihre ſchönen Züge gleich bei ihrer Ankunft von Italien erhellt hatte.„Nicht das hält mich der alten Allee getreu, daß es mir an einem Ritter oder Edelmann fehlt, welcher Ausflüge mit mir machen könnte. Ich wäre mit Carlos Schutze vollkommen zufrieden, wenn ich die Abſicht hätte, die ganze Grafſchaft zu durch⸗ wandern.“

„Die Grafſchaft brauchen Sie gerade nicht zu durch⸗ wandern, beſehen Sie auf Ihren Ausflügen einſt⸗ weilen die Nachbarſchaft Etwas näher.— Doch, Ellen! Sie müſſen Ihr Herz in Acht nehmen, das kann ich

Ihnen ſagen, wenn der junge Soldat kommt, und in

Ihrem Hauſe ſeinen ſtolzen Knebelbart zeigt! Watty iſt vielleicht der ſchönſte junge Mann, welchen Ihre Augen jemals, ſo lange Sie leben, geſehen haben.“

Schöne junge Leute ſind nicht gerade mein Stecken⸗ pferd,“ entgegnete Miſtreß Hamilton, wobei ſie ver⸗ ſuchte, den herzlichen Ton anzunehmen, von welchem ſie wußte, daß er ihrem Schwiegervater ſo angenehm ſei. „Die Bauernburſche in der Gegend von Neapel ſind ſo ſchön, daß ſie Einem für den Reſt ſeiner Tage, die Freude an andern ſchönen Männern benehmen. Seitdem ich in den Abruzzen reiste, ſtellt mir eine unwillkührliche Ideenverbindung einen ſchönen Mann immer als ſchwach, abergläubiſch, feig, ſchmutzig und wohllüſtig dar.“

„Meine Theure! das iſt allerdings das treue Ge⸗ mälde eines italieniſchen Banditen! Doch, ich denke, Watty dankt Ihnen dafür nicht, daß Sie ihn mit ſolchen Leuten zuſammen werfen. Um die Wahrheit zu geſtehen, Ellen,“ fuhr der Oberſt fort, entſchloffen, der Sache näher zu treten, als er bis jetzt zu thun gewagt hatte, einer Sache, in Beziehung auf welche er ſich immer Stillſchweigen auferlegt hatte,„um die Wahrheit zu geſtehen, ich habe im Grunde meines Herzens mehr als halb den Wunſch, wenn Sie wieder heiraten wollen.“— „Ich werde nie wieder heiraten,“ unterbrach ihn