Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

331

Ankunft.„Sie bedachten nicht, was es bedeuten will, wenn man Morgens, Nachmittags, bei Nacht mit einem alten Burſchen, wie ich, an Einer Kuppel leben ſoll.“

Zu ihrer Vertheidigung entgegnete ſie voll Auf⸗ richtigkeit:„ich fühle nicht den geringſten Mangel in geſellſchaftlicher Beziehung.“

„Ich kann Ihnen verſprechen, als ich Sie ſo dringend ermahnte, auf mein Schloß zu kommen und da zu bleiben, war es mir dennoch ſo zu Muthe, daß ich es nicht um die ganze Welt gethan hätte, würde ich nicht gedacht haben, daß Lydia und Ihre gute Mutter dort ſeien, um Sie mit ihrer dauernden Geſellſchaft zu er⸗ freuen, ein Glück, das ſie mir den Sommer und Herbſt hindurch zukommen lieſſen. Madam Markham iſt immer beſchäftigt mit ihren Kindern und den armen Leuten ihrer Pfarrei(weßwegen ſie auch hohe Achtung verdient), und was die hohen Leute auf Hyde betrifft, ſo glaube ich, Sie könnten ebenſo gut die Alabaſterfiguren ihrer Ahnen auf den Grabmählern in der Kirche von Brarham zu Geſellſchaftern haben. a

„Wenn die ganze Familie iſt, wie Herr Vernon,“ entgegnete Ellen,„ſo kann es mir nicht gerade unange⸗ nehm ſein, wenn ich keinen Umgang mit ihr habe.“

„Sie gleichen mir nicht, meine Theure! die Sache iſt zehenmal ſchlimmer. Alberich iſt der Beſte vom ganzen Park. Geſtern erzählte er mir Etwas ganz Nagelneues. Er hielt meinen Phanton an, als ich durch Orington fuhr. Walther Hamlyn wird Morgen zu Dean⸗Park ſein, das heißt: der junge Vernon erzählte mir, Lord Dartford komme, und ich denke nicht, daß der Kapitän ihn von den Bedienten unterhalten läßt. Auf dieſe Weiſe, meine Theure! wird es Ihnen endlich möglich werden, Ihre Ritte über die Gartenzäune von Burlington auszudehnen.“ 4 3

„Ich habe nicht den geringſten Wunſch die Müſſig⸗ gängerin zu ſpielen,“ entgegnete ſie mit melancholiſchem Lächeln, das ganz verſchieden war von dem, welches