Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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„So! niemals glaubte ich, daß Sie ein Mädchen ſeien, welches auf ſolch unnütze Aeußerlichkeiten Etwas hält!“ rief er aus.„Ich hätte gedacht, Sie haben zu viel natürlichen Verſtand und zu viel Gefühl, um an ſo Etwas zu denken. Sie wiſſen gar nicht, wie gerne ich Sie ſah, als Sie in der letzten Nacht aus Ihrem Bette ſtürzten, ſich geſchwind in Ihr Kleid und Ihre Schuhe warfen, und einen Beſuch bei mir abſtatteten.“

„Mißſtreß Hamlyn iſt keine für mich paſſende Be⸗ kanntſchaft,“ erwiederte Ellen, etwas verlegen.„Miſtreß Hamlyn hat nicht das Blut meines Roberts in den Adern.“

„O!l wenn es nur das iſt!“ entgegnete der Oberſt,

und faßte ſie feſt am Arme.„Sie hatten ja Nichts dagegen, als ich Ihnen den Vorſchlag machte, mich hierher zu begleiten, um die gute Miſtreß Markham zu beſuchen, welche mit uns in keinem genaueren Verhält⸗ niſſe ſteht, als die andere.“

„Die Frau eines Geiſtlichen muß in der ganzen Diöceſe immer die wichtigſte Perſon ſein,“ bemerkte Ellen ruhig,„und muß als ſolche am höchſten geachtet werden.“

Der Oberſt wollte ſagen:„Und Miſtreß Hamlyn.“ — Aber in dieſem Augenblick wurden ſie an der Haus⸗ treppe von Doktor Markham empfangen, welcher die ſchöne Fremde aufs herzlichſte bei ſeiner Frau einführte. Eine heitere Unterhaltung begann. Sie überzeugte Herrn und Frau Markham, daß ſie an Ellen eine wichtige Eroberung für ihre kleine Geſellſchaft erhalten hatten. Miſtreß Hamilton war offen, liebreich, klug, und, als die Kinder des Herrn Paſtor ihre Aufwartung machten, wie es gewöhnlich der Fall war, wenn der Oberſt beim Herrn Paſtor einen Beſuch abſtattete, und Ellen das— jüngſte davon in ihre Arme nahm, und es nicht wenig lobte, ſich nicht wenig mit ihm abgab, und die kleine Kitty ihre carminrothen Wagen an die ihrigen ſchmiegte, nahm ſie ſich ſo hold und liebreich aus, daß zum zehnten