Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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Reiten? Verſtehen Sie ſich darauf? Dann beim heiligen Georg! ſollen Sie das ſchönſte, beſte Damenpferd in der Grafſchaft haben. Zu Leamington iſt ein halb ge⸗ wachſenes Pferd von arabiſcher Zucht, das aus der Stutterei von Ormeau iſt und das ich am Geburtstag meiner kleinen Lydia ausfindig machte. Es iſt übrigens zu groß für ſie; dagegen ſollen Sie es haben, ehe wir eine Woche älter ſind. Doch befürchte ich, meine Theure! Sie müſſen eben alsdann damit vorlieb nehmen, daß ein alter graubärtiger Kamerade mit Ihnen ausreitet; denn der einzige elegante Mann, den wir in der Gegend haben. Der junge Hamlyn iſt jüngſt nach Melton Mam⸗ bray gegangen.“.

Dieſe Anſpielung hatte durchaus keinen tiefer lie⸗ genden Grund, wie denn dieß niemals bei Oberſt Hamilton der Fall war. Deßhalb machte ihn die plötz⸗ liche Röthe, welche die Wangen der Mißſtreß Hamilton überzog, betroffen. Dieſe Röthe bemerkte er im Augen⸗ blicke, als er die Thüre ſeines ſchönen, luftigen, geräu⸗ migen Stalles öffnete, welcher drei Reihen Krippen hatte, und, ſo wie noch andere Dinge auf dem Schloſſe, einen ſprechenden Beweis von der Prachtliebe Sir Rogers ablegte. Er hatte es nicht gewagt, nur daran zu denken, daß eine von Natur blaſſe Dame ſo roth, wie Scharlach, werden könne.

Vom Stalle gingen die beiden zu den Treibhäuſern. Hätte der geſchickte Anderſon die Einrichtung derſelben noch geleitet, er hätte ſich über die Regelloſigkeit erzürnt, mit welcher Oberſt Hamilton im Augenblicke, als ſeine Schwiegertochter den Wunſch ausdrückte, die Beſchaffen⸗ heit der Pflanzen näher und ſorgfältiger zu betrachten, die ſchönſten Blüthen abriß, und die hoch hinauf rankenden Pflanzen jeder Art von Blüthen beraubte. Alle Ver⸗ wüſtungen, welche er jemals zu Gefallen Lydias ange⸗ richtet hatte, waren Nichts in Vergleichung mit den⸗ jenigen, welche während der Viertelſtunde ſichtbar wurden,