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mal. Er fühlte in dieſer Nacht lebhaft, daß er nicht ganz allein auf der Welt ſei; er wußte gewiß, daß die Wittwe ſeines Sohnes im Zimmer am Ende des Ganges eine köſtliche Nachtruhe genießen werde. 3 Als am nächſten Morgen der biedere alte Mann erwachte, fühlte er die Heiterkeit ſeiner Seele noch erhöht. Daß er zu hoffen hatte, beim Frühſtück ein reines, offenes Geſicht vor ſich zu ſehen, auf das er den väterlichen Kuß des Segens drücken konnte, war in der That fuͤr ſein kindliches Herz, das ſo lange das Vergnügen nicht mehr hatte, eine weibliche Genoſſin um ſich zu haben, ein wahrer Troſt. Und, als er ſie wiederum von Kopf bis zu Fuß betrachtete, mußte er auf der einen Seite mit Schmerz, auf der andern mit Vergnügen zugeſtehen, Marie wäre ohne allen Zweifel auf ſolch' eine Schwieger⸗ tochter ſtolz geweſen.
Für die beiden war es ein köſtlicher Morgen. Die Sonne war artig genug, um auf ihrem Spaziergange nach dem Frühſtücke ſo hell zu ſcheinen, als ſie bei der geſtrigen Feierlichkeit geſchienen hatte; und der Oberſt fühlte, daß er ſelten eine Geſellſchafterin gehabt hatte, die ſo nach ſeinem Sinne geweſen wäre, als Ellen, wenn ſie auf ſeinen Arm gelehnt, die Tibetziegen beſuchte und mit ihm, von Pincher und Carlo begleitet, zu den von ihm gewöhnlich beſuchten Ställen und Geflügelhöfen im Parke ging, wo zwei oder drei ſeiner Lieblingsthiere aus der Heerde hervor und gegen ihn herankamen, um ſich von ſeiner Hand füttern zu laſſen, und wo ſich die Pfauen zu ſeinen Füßen ſchmiegten und ihre Reife ſchlugen, voll eitler Begierde ſeine Aufmerkſamkeit auf ſich zu ziehen.
„Ich bin ein Freund der Thiere, wenn ſie au ſtumm ſind, ich habe Freude an ihnen, wie ein Kind!“ ſagte der Oberſt, als er ſie zu ſeinen Pferdeſtällen führte, ohne zu bedenken, daß alle ſeine Gefühle und Liebhabereien denen eines Kindes vollkommen glichen.„Doch ſollte ich Sie nicht damit plagen, daß Sie meine Lieblinge an⸗ ſehen müßten. He Ellen? Sind Sie eine Freundin vom


