301
Knaben wetteifern konnte, welche an den Latternpfählen hinauf klimmten, um die Feierlichkeit beſſer zu ſehen, der Herr Paſtor dagegen fühlt, daß er kaum Athem genug hatte, um unter den übrigen Leuten auszurufen: „Lange lebe die Königin!“.
Bereits erſchollen ſolche Stimmen auf das Lauteſte von allen Seiten. Bereits konnte man die Lenker der Staatspferde, welche herrliche Schabracken trugen, ſehen; ſie kamen vom Thor der Kaſerne für die Garde zu Pferbe her. Plötzlich wurde Oberſt Hamilton durch eine Ausrufung von Seiten ſeines Geſellſchafters unterbrochen, welcher ſagte:„ſo wahr ich lebe, dort iſt Henry Hamlyn.“
„Wo? wo?“ rief der Oberſt aus, und war ſogleich bereit, zu ihm hin zu gehen, jedoch das dichte Getümmel hielt ihn ab, nur einen Zoll weit vorzudringen.
„In jenem Gefährte dort iſt er, in der armſeligen gelben Drotſchke an der andern Seite des Thores,“ ſagte Doktor Markham, und deutete auf eine, die im Gewühle der Gefährte drinnen ſtunde, welch letztere ſich wie es bei ſolchen Gelegenheiten gewöhnlich iſt, der Aufſicht der Polizei liſtig entzogen, und entweder bei Charing⸗Croß oder Weſtminſter bis zum wahren Schauplatz der Feſt⸗ lichkeit hindurch geſchlichen hatten. Zwar wurden ſie von den Aufſehern zurückgewieſen, und von dem wacht⸗ habenden Offizier geſcholten, aber dennoch behielten ſie ihr Feld. Uebrigens war ſichtlich, daß die, auf welche Doktor Markham deutete, ſich nicht durch abſichtliche Bosheit ſo weit vorgeſchoben hatte, denn der junge Mann, von welchem Doktor Markham verſicherte, er ſei Henry Hamlyn, beſprach ſich in dieſem Augenblick mit der Polizei. Er erbat ſich die Erlaubniß, abfahren und die Reihe der übrigen Chaiſen verlaſſen zu dürfen.
„Hat man jemals geſtattet, daß ſich eine Chaiſe vom Platze rühren durfte, ſo lange die Feierlichkeit dauerte?“ war die Bemerkung von Seiten meherer Perſonen aus der Umgebung Oberſt Hamiltons, welcher bemerkt hatte, daß der junge Mann mit der Polizei


