Rang hatten, als ich. Ich dankte König Georg dafür, daß zu ſeiner Zeit die Franzoſen ſo köſtlich geſchlagen wurden, ich dankte König Wilhelm dafür, daß er uns die Segnungen der Reform garantirte. Aber Doktor! ich wußte niemals, was das wahre Feuer, die echte Glut der Ergebenheit gegen meinen König iſt, bis ich dieſe ſchöne, junge Kreatur zu Geſichte bekam; ich mit meinen grauen Haaren fühlte, daß ich vor ihr zu Nichts zu⸗ ſammenſchrumpfe. Segnungen auf ihr Haupt! ſage ich, Doktor! Segnungen auf ihr Haupt! So lange ſie noch nicht vermählt war, füͤhlte ich eine Empfindung, welche mir zu ſagen ſchien, ſie ſei meine Tochter und ich will ein Schelm ſein, wenn nicht der halbe Theil der langweiligen alten Eſelsköpfe Englands geſtand, daß Ihnen daſſelbe begegnet ſei. Und nun, da ſie Weib und Mutter iſt, liebe ich ſie nicht weniger, wenn ich ſie auch höher achte. Ja! ich bin heiterer, als ich Ihnen ſagen an daß Sie das Glück haben, die Königin ſehen zu dürfen.“
In dieſem Augenblick kündigte das Abfeuern des Geſchützparks an, daß der Zug der Königin den Palaſt verlaſſe, und die Glocken von der St. Margaretha Kirche ſchlugen ein heiteres Geläute an. Fünf Minuten nachher hörte man aus der Ferne den Jubelruf der Menge im Parke. Dieſer wurde immer ſtärker und ſtärker, feurige Ausrufungen und laute Hurrahs über⸗ wältigten das Getrappel der Roſſe, welche die königlichen Wagen zogen, und kündigten an, daß ihre Majeſtät auf dem Wege war, die für die Wohlfahrt des Königreiches ſo wichtige Parlamentsſitzung in Perſon zu eröffnen.
Doktor Markham, der an das Gedränge der Städte nicht gewohnt war, wurde es unter dem Gedränge dieſer lärmenden Verſammlung beinahe ſchwindlich; wie die See, ſchlugen Geſichter gegen ſein Geſicht, ein Rauſchen, wie von den Wogen derſelben, betäubte ſeine Ohren. Seine Gefühle waren überwältigt. Hamilton war ſo hoch begeiſtert und entzückt, daß er beinahe mit den


