Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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welcher außer ſeinem engliſchen Sitze ein Schloß in Irland beſitzt, das groß genug iſt, um das Dorf Brarham in ſich zu faſſen, welches er, ſo viel mir bekannt iſt, ſeit dem Antritte ſeiner Güter noch nicht beſucht hat.“

Ehe Oberſt Hamilton eine unwillige Antwort darauf geben konnte, ging der Herr Pfarrer in die große Halle hinein, wo die alte Haushälterin in ihrer geſtärkten Haube und glatten Schürze auf ihre Annäherung wartete; die Schlüſſel in der Hand, den Mund voll von der kurzen und einfachen Herzählung der Herrlichkeiten der Vernons, eine Litanei von der Pracht und dem Pomp auf Hyde.

Alles wurde nun hinter einander gezeigt; die große Treppe, die Barons⸗Gallerie, die goldene Kammer, die Gebelin⸗Tapeten, die blauen Damaſte, das Holbein⸗Zim⸗ mer, das Aſſemblee⸗Zimmer aus Cedernholz, die Kapelle, die gemalte Halle; und Oberſt Hamiltons Begeiſterung wuchs, als die alte Miſtreß Harkneß voll Redſeligkeit jeden Maler der betreffenden Werke nannte, und auf paſſende Weiſe ſeine Wichtigkeit, wie auch ihre eigene darzuſtellen ſuchte. 3

Vor Allem ſchienen die Reihe von ehrwürdigen Familien⸗Gemälden und tauſend merkwürdige, mit der alten Zeit verknüpfte Reliquien, des Oberſten Herz bei⸗ nahe ſo ſehr zu erfreuen, wie wenn er ein geborener Vernon geweſen wäre. Dieſe Vergegenwärtigung der Vergangen⸗ heit ſchien in ſeiner Seele für den Augenblick das leben⸗ dige Bild des Mittelalters hervorzuzaubern.

„Das iſt gerade Etwas, um was die Yankees, die Nordamerikaner uns beneiden,“ rief er aus, nachdem er voll Entzücken die Gallerie des Barons überſehen hatte; um ſo Etwas, das Altengland gegen den Lärm einer Republick ſichert.“

„Ein Glied in der Kette der Konſtitution, welches den Vaſallen ebenſo treu erhält, als es den Adeligen loyal macht“ fügte der Doktor hinzu;„eine ſo antithetiſche Phraſe, welche klang, als ſei ſie voll tiefer Einſicht.“