Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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zum Treiben der Pflanzen eingerichteten Salone, welchen der letzte Sir Roger im Mittelpunkte des Gartens hatte erbauen laſſen, und an welchen er ein Vogelhaus für ſeine bengaliſchen Vögel hinbauen laſſen wollte, Kaffee reichen. Der ganzen heitern Partie ſetzte übrigens der gemüthliche, ungenirte Abend die Krone auf, ein Abend, der durch die Blüthe der Blumen im Garten, welche ein herrlicher Thau erfriſchte und verſchönerte, ſowie durch die ſchimmernden, durch das Halbdunkel eines Sommer⸗ Zwielichtes geſchwächten Farben der Blumen nicht wenig gegen die Förmlichkeiten von Dean⸗Park abſtach.

„Heißt das nicht angenehm und geſellſchaftlich, Doktor Markham?“ rief die glückliche Lydia aus, in der vollen Freude über die Befreiung von der Schulſtube. Wir haben nie Etwas von dieſer Art zu Hauſe, Papa ſieht gar Vieles ungern, wenn ihm irgend Etwas im Geſchäſte nicht nach Wunſch geht.“

„èAch! ach!“ unterbrach ſie der Oberſt.„Jede Art ſolcher Hausdisciplin iſt für einen Familienvater wie für meinen Freund Hamlyn, eine Hauptſache. Aber auf einem Gute, wo ein alter Indier das Commando hat, der ge⸗ wohnt iſt, die Dinge zu nehmen, wie er ſie findet und der hocherfreut iſt, wenn er ſie überall findet, da iſt Disciplin nicht an ihrem Platze. Bei mir ſoll Jedermann frei ſein. Jeder ſoll es angenehm und heiter haben, mein Hund und Alles. Leben und leben laſſen, das iſt mein Motto, oder beſſer: Laſſe leben, damit Du zu leben ver⸗ dieneſt."

Solche Geſinnungen erhielten von der edeln Gemahlin des Bankiers ein leiſes und vom Unterpfarrer Oringtons ein lautes Amen zum Dank. Unter den zahlreichen Wohl⸗ thaten, welche ſein Beſchützer, der Bankier, auf ſeine Pfarrei gehäuft hatte, war nach ſeiner wirklichen Anſicht, die die größte von allen, daß der Bankier ihm den gaſt⸗ faunblichen, offenherzigen Oberſt zum Nachbar gegeben

atte.

Markhams Vorurtheile als hochkirchlicher Mann, hatte