43
und ich haben den einzigen Wunſch, dieſe rauchige Stadt zu verlaſſen, und zu unſern Pfarrchen und Blumengärten zu gehen.“ 4
„Ich wünſche Euch beiden Glück dazu; denn, wie ich Euch eben ſagen wollte, Ihr Alle werdet zu Anfang des Mai mit Sack und Pack aufgeladen und nach Mar⸗ wickſhire geführt.“
„Das ſind in der That fröhliche Neuigkeiten,“ rief Frau Hanilyn aus. Vor der Einführung ihrer Tochter in die Geſellſchaft hatte ſie übrigens wenig Freude an der heitern Welt. Doch wollte ſie zu Dean⸗Park eine glückliche Emancipation von den ſyſtematiſchen, durch das Haupt der Familie aufgelegten Einſchränkungen ver⸗ ſuchen. Obwohl die Schulſtunden innegehalten wurden, wie in der Stadt, genoß ſte doch auf den Ausfahrten und Spaziergängen und während der Erholungsſtunden en jungen Mädchen den Umgang mit denſelben unbe⸗ äſtigt..
„Was mich betrifft, ich breche ſogleich auf,“ fügte Oberſt Hamilton hinzu.„Es iſt ſchon lange her, daß ich in meinem Geburtslande das Gras nicht mehr wach⸗ ſen und die Bäume nicht mehr blühen ſah. Grody Johnſton und ihr Gemahl ſchwören, ich ſei nicht für einen Landedelmann geboren, und ſuchen mich davon zu überzeugen; das Einzige, für was ich auf meiner neuen Beſitzung ſorgen ſolle, ſei das: ich ſolle über die Mauer hinaus immer nach der Londoner Poſt ſehen, bis ſie vorbei komme. Aber obwohl Hamlyn mir vorwirft, ich ſei von meiner Dienerſchaft am Gängelbande geleitet, zeigte ich ihr doch, daß ich mein eigener Herr ſei, und trieb die Rechtsgelehrten um ſo mehr zur Eile mit den ſchriftlichen Sachen wegen meines Gutes an, je mehr jene Leutchen brummten. Ich werde ihnen bald zeigen, wie wir durch ein liebevolles Herz und offene Haushal⸗ tung das Landleben ſogar luſtig machen können. Und nebenbei meine theure Madame!“ fuhr der entzückte alte Edelmann fort, indem er ſich an Frau Hamlyn wandte,„da


