Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

41

Hamlyn iſt ein ſolch vorſichtiger Burſche, daß er mich nicht einmal über meine eigene Sache ſprechen läßt.“

Bereits ſah Frau Hamlyn das Reſultat dieſes Be⸗ ſuches voraus. In einer Woche waren die Papiere im Reinen, deren Unterzeichnung darauf ging, das Ritter⸗ gut Burlington für ein Paar Jahre dem Erx⸗Oberſt von Ghazerapore zu übergeben.

So ſehr, als er allein auf die Eingebung des welt⸗ erfahrenen Mannes gehört hatte, in deſſen Hand er wenig mehr als eine Puppe vorſtellte, ſo wenig war er ein Mann wie Oberſt Hamilton, über den ſchnellen Kauf von Portland⸗Place böſe; überdieß wurde auch dieſem Unglück durch die Dazwiſchenkunft des Bankiers abge⸗ holfen. Dieſer wußte einen jungen irländiſchen Baronet, der gerade ſein Vermögen in Hände bekam, und den eine bedeutende Grafſchaft in Irland für alt und verſtändig genug erklärte, um ſie im Parlamente zu repräſentiren, zu bereden, daß zwiſchen dem Hauſe der Gemeinen mit der geringen Beſoldung von 600 Pfund und zwiſchen dem prächtigen Portland⸗Place ein Unterſchied ſei, der ihm gewiß Freude mache.

„Und ſo ſehen Sie, meine theure Lady,“ bemerkte Oberſt Hamilton, als er nach Cavendiſh⸗Square die frohe Kunde brachte,„mein Freund Hamlyn macht mir ein angenehmes Leben; er fand mir ein Gut auf und einen Käufer meines Hauſes. Mit einem Grade von Unbeſtändigkeit, an der ich mich zu ſchämen hätte, wenn Jemand anders in meinem Hauſe, als mein Hund, ſich über meine Schamröthe verwunderte, habe ich mein Haus einem Fremden überlaſſen, und werde für den Reſt meiner Tage unter dem Dache eines Fremden wohnen. Es wäre geſcheidter, viel geſcheidter geweſen, ich hätte das Gut gekauſt. Wenn Jemand in meinem Lebensalter eine Miethe für einundzwanzig Jahre unterzeichnet, ſo iſt es, wie wenn er die Vorſehung verſuchen wollte. Aber innerhalb fünfzig Meilen von Dean war kein Gut zu haben, und der Gedanke, von Euch allen fortzuziehen,

3