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mögen, hatte ſie ſich doch ſchon längſt zu der gewöhn⸗ lichen Ordnung, welche ihr der Bankier auferlegte, ſtillſchweigend verſtanden, eine Ordnung welche ihr erlaubte, dieſelben blos zu gewiſſen Zeiten zu ſehen, wie ſie von der Weisheit der Oberamme und der Gouvernantin beſtimmt wurden, und nicht bei ihren durch die Glocke be⸗ zeichneten Mahlzeiten, Arbeiten und ſonſtige Erziehung zugegen zu ſein. Denn der ſtrenge Geſchäftsmann, ge⸗ wöhnt, Ordnung als die erſte Quelle glücklicher Geſchäfte zu betrachten, führte ſein Syſtem arithmetiſcher Genauig⸗ keit in allen Einzelnheiten des Privatlebens ein. Eine tiefe Sympathie wachte demnach in der Bruſt von Frau Hamlyn auf, wenn ſie bedachte, wie vollkommen ſie ihre Empfindungen und Gefühle unter das Joch gegeben, und ihren Kummer zum Schweigen gebracht hatte, während der Mann in Silberhaare, obwohl er bereits ſeine 60 Jahren auf dem Rücken hatte, ſeine Lektion in der Unterwürfigkeit noch zu lernen hatte. 1
Nach dem Stillſchweigen von einigen Augenblicken bemerkte ſie:„ich kann nicht helfen, aber ich fürchte, Sie haben ſich dadurch in das Unglück geſtürzt, daß Sie in die Stadt zogen. Auf dem Lande beſteht immer die Verbindung einer guten Nachbarſchaft. Auf dem Lande hätte Ihnen Ihr Gut Gelegenheit verſchafft, Ihre Zeit angenehm hinzubringen. Ich befürchte voll Kummer, Sie werden in der Stadt niemals ganz glück⸗ lich ſein.“
„Beim heiligen Georg! ich fange an, auch ſo zu denken,“ rief Oberſt Hamilton;„obſchon(und das iſt ganz gewiß) die Sache die ich in Indien für mein Alter am meiſten fürchtete, die Abgeſchiedenheit eines einſamen Landhauſes war. Unter uns geſagt, meine theuerſte Dame; ich war des Umgangs mit mir allein überdrüßig. Mein Leben war ein ſonderbares. Ich heiratete aus Liebe. Ich will Ihnen, wenn ich beſſer aufgelegt bin eines Tages die ganze Geſchicht erzählen; für jetzt ſage


