Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1846)
Entstehung
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ich blos, ich heiratete aus Liebe. Darin liegt aller⸗ dings Nichts beſonders Wunderbares, ſage ich Ihnen; aber Sie halten es vielleicht der Mühe werth, zu er⸗ zählen, daß innerhalb dreißig Jahren unſeres ehelichen Lebens die gegenſeitige Zuneigung, welche durch Unvor⸗ ſichtigkeit früherer Zeit geweckt worden war, nicht nach⸗ ließ. Marie und ich hatten blos ein Herz und eine Seele. Wir lebten in einer abgelegenen Gegend, ganz außerhalb des Bereiches der menſchlichen Geſellſchaft, ohne nach derſelben oder ſonſt nach etwas Anderem Verlangen zu tragen. Bei uns gab es nicht den geringſten Verdruß oder Groll, der uns irgendwie unangenehme Gefühle hätte bereiten können; keine ſich einmiſchenden Freunde, um Unglück anzuſtiften, Niemand, auf den wir hätten unſer Vertrauen ſetzen können, als wir uns ſelbſt gegenſeitig; für Niemand hatten wir uns zu kleiden, zu ſprechen, zu denken, zu fühlen, zu wünſchen, als für, Einander. Das Leben lag eben und gerade vor uns. All unſer Streben war, mäßig zu leben, und ſo ſchnell als möglich reich zu werden, um in unſer Hei⸗ matland zurückkehren, um mit unſern Kindern das Leben genießen zu können.“

Wir hatten vier arme Weſen, welche eingepackt werden ſollten, um in Europa aufgezogen und gebildet zu werden, was uns allein Unruhe machte. Aber hier war keine Hilfe, und man ſöhnt ſich leicht mit Dingen aus, gegen die man keine Schutzmittel anwenden kann. Marie und ich liebten uns um ſo mehr, je mehr wir fortan in der Einſamkeit zuſammen lebten. Unſere zwei Mädchen ſtarben jung, eines derſelben auf der Heim⸗ reiſe, das Andere ein Jahr oder zwei nachher. Aber die Knaben wuchſen und gediehen, und eine große Freude war es für ihre Mutter und für mich, den Fortſchritt des Vermögens zu beobachten, welches über kurz oder lang uns alle mit Einander in Wonne und Seeligkeit verſetzen ſollte. Ich hatte einen ſchönen Gehalt. Zu