„Ach! ach! ach! das Alles klingt recht plauſibel und recht gutkindlich,“ unterbrach ſie der Oberſt, indem er die Achſeln zuckte.„Aber das Lange und Kurze an ſolchen weiſen Förmlichkeiten iſt, daß ein ſolches Win⸗ kelmaß⸗ und Compaßzeug im Herzen der Familien jeg⸗ liches Ding, das einem warmen Gefühle gleich ſieht, wegräumt und das ſociale Intereſſe in ein Handbuch der Etiquette einſchrumpfen läßt. Häusliches Glück, Madame, iſt ein zu liebliches Ding, als daß es mit Dampf betrieben werden könnte. Ich betheure bei mei⸗ nem Schöpfer, ich könnte ebenſo leicht in einem Arbeits⸗ hauſe leben, und gleich einem Miſſethäter nach dem Klang der Glocke zum Eſſen und zur Arbeit gehen, als mich ewige Zeit in meinen Liebhabereien und meiner Lebens⸗ zeſe Füec den Coder eines herzloſen Dekoreurs geniren zu laſſen.“
„Ich denke wohl, Ihre gütigen Gefühle gegen meine Mädchen ſind doch nicht wohl durch die abgemeſſenen
⸗
Manieren der Familie geſchwächt?“ bemerkte Frau
Hamlyn lächelnd.
„Das iſt mehr, als ich auf mich nehmen kann, zu
ſagen. Was werden ſich dieſe armen Kinder um mich
bekümmern, ich bitte Sie, um mich, den zu begrüßen
ſte einmal in der Woche von ihrem Fortepiano wegge⸗ rufen werden, von dem ſie vermuthen, daß er wohl auf iſt, und den ſie niemals in der Ausübung von guten Werken zu Gunſten ſeiner Nebenmenſchen beſchäftigt ſehen. Ich bin getäuſcht, meine theure Madame, ich bin traurig getäuſcht! Ich habe keine eigene Familie, um ſo trauriger iſt es, und da ich Freund von jungem Volke bin, ſo war es ein Troſt für mich, als ich in dieſes Land zurückkehrte, daran zu denken, wie ich mich mit unſchuldigen, glücklichen Geſichtern umgeben wolle, wenn nicht mit denen von meinem eigenen Fleiſch und Bein, ſo doch von denen meiner Freunde. Und was iſt das Ende davon? Ich gelobe zu meinem Schöpfer, ich
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war in meiner Hütte zu Ghazerapore nicht einſamer, 3


