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Der Dorfprediger von Wakefield : eine Geschichte, die er selbst geschrieben haben soll
Entstehung
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345 nen Munde, er wollte Ihrentwegen als ein Ein⸗ ſpaͤnner leben und ſterben.

Sie fuhr noch weiter fort, ein Langes und Breites von der aufrichtigen Liebe ihres Sohnes zu ſagen, ſetzte ſeinen Zweykampf mit Junker Tornhill ius wahre Licht, und von da machte ſie einen ſchnellen Uebergang zu dem liederlichen Leben des Junkers, ſeinen vielen Winkelchen, und endigte mit einem ſehr ſchimpflichen Ge⸗ maͤhlde ſeiner Feigheit.

„Gott behuͤte!“ rief Miß Wilmot,„wie nahe hab' ich am Rande eines Abgrundes ge⸗ ſtanden! Wie herzlich freu' ich mich, daß ich ſo entronnen bin! Wie viel tauſend Unwahrheiten mir der unartige Herr weiß gemacht hat! Er war zuletzt liſtig genug, mich zu uͤberreden, daß mein Verſprechen an den einzigen Mann, den ich ſchaͤtze, nicht laͤnger verbindlich waͤre, weil er mir untren geworden. Seine Vorſpie⸗ geley brachte mich dahin, einen Mann einer Un⸗

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treue wegen in Verdacht zu haben, der eben ſo

treu, als tapfer iſt!«

Waͤhrend dieſer Zeit war mein Sohn feines

gerichtlichen Verhafts entledigt, weil die vor⸗ geblich verwundete Perſon als ein Betruͤger er⸗ tadpt worden. Jenkinſon, der Kammerdiener⸗

Dienſte bey ihm verrichtet, hatte ihn auch un⸗ terdeſſen friſirt, und ihm alles verſchafft, was noͤthig war, um lich ordentlich ſehn zu laſſen.