„Guͤtiger Gott,“ rief Sir William,„was fuͤr
eine giftige Schlange habe ich in meinem Buſen genaͤhrt! Und ſo eifrig fuͤr die heilige Juſtitz geſinnt, wie er ſchien! Aber ſie ſoll ihm auch. wiederfahren! Kerkermeiſter, nehm Er ihn in ſeine Verwahrung— doch halt ich beſorge, die Geſetze erfordern noch andre Formalitaͤten zu einer Verhaftung.“ Hieruͤber bat der Neffe, mit der groͤſſeſten Demuth, man moͤchte doch zwey ſolche elende
erle nicht als Zeugen gegen ihn aufſtellen, ſon⸗
dern lieber ſeine Bedienten abhoͤren.—„Deine Bedienten!“ ſagte Sir William;„Schuft, nenne ſie nicht laͤnger Deine Bedienten! Aber komm, laß uns horen, was die Kerls vorzu⸗ bringen haben! Laß den Tafeldecker herein⸗ kommen!“
Als der Taſeldecker vorgebracht wurde, ſah er bald aus den Gebehrden ſeines bisherigen Herrn, daß es mit ſeiner Gewalt ein Ende haͤtte⸗ „Sagt hier die Wahrheit!“ ſprach Sir William, mit ernſthafter ſtrenger Stimme.„Habt Ihr
jemals Euren Herrn, und den Kerl, der da in
ſeinen Kleidern ſteht, beyſammen geſehn?“„Ja, r Gnaden“ ſagte der Tafeldecker,„wohl mehr als hundertmal. Er brachte ihm gewoͤhnlich
die Menſcher zu.”“ „Wie? was?“ fiel ihm der junge Tornhill in die Rede;„mir ſo was ins Angeſicht!— N 2 i„Nu,


