ſagt⸗ ich,„die Sache der Wahrheit verleugnen? ihn einen Ehemann ſeyn laſſen, da ich ihn ſchon auf ein Haar ad Abſurdum gebracht habe? Eben ſo lieb koͤnnen Sie mir rathen, mein gan⸗ zes Vermoͤgen aufzugeben, als meinen Satz.„ „Ihr Vermoͤgen,„erwiederte mein Freund, „iſt, es thut mir leid, daß ichs Ihnen ſagen muß, ſo gut als Nichts.„„Der Kaufmann in der Stadt, dem Sie Ihr Geld a Depoſitum gethan haben, iſt ausgetreten, weil er nicht be⸗ zahlen kann, und ſeine Sachen ſollen ſo ſchlecht ſtehen, daß kaum fuͤnf Procent ha auskommen werden. Ich haͤtte Ihnen und den Ihrigen die⸗ ſe niederſchlagende Nachricht gerne bis nach der Hochzeit verbergen wollen; aber itzt ſcheint ſie mir noͤthig zu ſeyn, um Ihre Hitze im Diſputi⸗ ren zu maͤßigen; denn ich denke doch wohl, daß Ihre eigne Klugheit Sie noͤthigen wird, ſich wenigſtens ſo lange zu verſtellen, bis Ihr Sohn das Vermoͤgen ſeiner Braut in ſichern Haͤnden hat.,,—„Gut,„ verſetzt' ich,„wenn das, was Sie ſagen, wahr iſt, und ich ein Bettler ſeyn muß, ſo ſoll michs doch nie zum Schurken machen, oder mich dahin bringen, meine Grund⸗ ſaͤtze zu verleugnen. Ich will den Augenblick hinein gehn, und der Geſellſchaft meine Umſtaͤn⸗ de anzeigen; und was meine behauptete Mey⸗
nung betrift, ſo nehme ich ſogar hiermit wieder zuruͤck, was ich dem Manne aus Gefaͤlligkeit 4 ein⸗
1


